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gen habt ? — Und eine Zeit der Festlichkeit verlangt nicht so strengeSelbstverläugnung von Euch, wie eine Zeit der Gefahr "
„Wenn ich wenige Leute zu befehligen habe," sagte Craw-fvrd, „so ist cs um so mehr nöthig, die Schelme in guter Ord-nung zu halten; und ob diese Sache sich mit Schmausereienoder Raufereien enden wird, das weiß Gott und Ew. Maje-stät besser, als der alte John von Crawford."
„Ihr besorgt doch keine Gefahr?" sagte der König hastig,doch mit leiser Stimme.
„Ich nicht," antwortete Crawford; »ich wollte, ich thät es;denn, wie der alte Graf Tineman zu sagen pflegte, besorgteGefahren sind meist abgewcndete Gefahren. — Das Losungs-wort für die Nacht, wenn's Eurer Majestät gefällig ist?"
„Es mag Burgund sein, zu Ehren unsers Wirthes und ei-nes Getränkes, das Ihr liebt, Crawford!"
„Ich will weder gegen den Herzog, noch gegen das Getränkdieses Namens etwas haben," sagte Crawford, „vorausgesetzt,daß beide stets ächt sind. Ich wünsch' Ew. Majestät eine guteNacht!"
»Gute Nacht, mein treuer Schotte," sagte der König undging nach seinen Gemächern.
An der Thür seines Schlafgemachs stand der Balafrö Schild-wache. „Folge mir," sagte der König, als er vorüberging, undder Bogenschüße, gleich einer Maschine, die ein Künstler in Bewe-gung setzt, schritt ihm nach in das Zimmer und stand dann fest,schweigend und regungslos, der Befehle des Königs gewärtig.
„Habt Ihr von dem irrenden Paladin, Eurem Neffen, ge-hört?" sagte der König; „denn wir haben ihn aus dem Ge-sichte verloren, seit er uns, wie ein junger, auf die ersten Aben-teuer ausziehender Ritter, zwei Gefangene heimsandte, als dieersten Früchte seiner Ritterthaten."