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seine Mühe ebensowohl, wie große Arbeit- Ich hoffe Eure Gesell-schaft morgen besser zu genießen, — vorzüglich auch die Eurige,Herr Philipp von ComineS — man sagt mir, Ihr seid der Annalistunsrer Zeit — wir, die wir einen Namen in der Geschichtewünschen, müssen Euch gute Worte geben, denn man erzählt,Eure Feder habe eine scharfe Spitze, wenn Jhr's wollt. —Gute Nacht, meine cdeln Herrn, gute Nacht Allen und Jedem."
Die burgundischen Herren zogen sich zurück, sehr erfreut vonLudwigs huldvollemBenehmen und der gcwandtenVerthcilungsei-ner Aufmerksamkeiten; der König blieb zurück, bloß mit ein PaarPersonen seines eignen Gefolges, unter dem gewölbten Eingangzum Vorhofe des Schlosses zu Peronne, wo in einem der Winkel einhoher Thurm zu sehen war, welcher zum Hauptgefängniß desPlatzes diente. Dies hohe, düstre und starke Gebäude erschienjetzt in dem nämlichen Mondlicht, welches, wie der Leser weiß,Quentin Durward'ü Weg zwischen Charleroi und Peronne mitganz eigcnthümlich schönem Glanze erleuchtete. Dieser große Ge-fängnißthurm glich in seiner Form beinahe dem weißen Thurme inder Citadelle von London, war aber von weit älterer Bauart undrührte, wie man versicherte, aus den Tagen Karls des Großenher. Die Mauern waren von furchtbarer Stärke, die Fenstersehr schmal und mit Eisenstäben vergittert, und die gewaltige,schwerfällige Masse des Gebäudes warf einen dunkeln unheil-weissagenden Schatten über die ganze Breite des Hofes.
„Ich soll doch nicht dort wohnen!" sagte der König miteinem Schauder, der etwas Ahnungsvolles hatte.
„Nein," erwiderte der grauköpfige Seneschall, der ihn bar-häuptig begleitete — „behüte Gott! — Ew. Majestät Zim-mer sind in diesen niedriger» Gebäuden bereitet, welche da-neben stehen und in denen König Johann zwei Nächte vor derSchlacht bei PoitierS schlief."