und am Eingänge von einer starken Wache von Bogenschützenund anderen Kriegern empfangen-
Als er vom Pferde stieg, um auf einer Zugbrücke über ei-nen ungewöhnlich weiten und tiefen Graben zu gehen, warfer einen Blick auf die Schildwachen und bemerkte gegen Co-mines, der ihn, nebst andern burgundischen Edeln, begleitete;„sie tragen St. Andreaskreuze — aber nicht die meiner schot-tischen Bogenschützen."
„Ihr werdet sie ebenso bereit finden, in Eurer Vertheidi-gung zu sterben, Sire," sagte der Burgunder, dessen kundigesOhr in des Königs Stimme den Ausdruck eines Gefühls ent-deckte, welches Ludwig sicher gern verborgen hätte, wofern esmöglich gewesen wäre. Sie tragen das St. Andreaskreuz alsZubehör der Kette von des Herzogs von Burgund Orden."
„Weiß ich das nicht?" sagte Ludwig, auf die Kette deu-tend, die er selbst zu Ehren seines Wirthes trug; „es ist ei-nes der werthcn brüderlichen Bande, die meinen freundlichenBruder und mich umschlingen. Wir sind Brüder in der Rit-terschaft, wie in geistlichen Verhältnissen; Vettern durch Ge-burt und Freunde durch jedes Band der Zärtlichkeit und gu-ten Nachbarschaft. — Nicht weiter als bis in den Vorhof,meine edlen Herrn! ich kann Eure weitere Begleitung nichtzugeben — Ihr habt mir genug Ehre erwiesen."
„Wir sind vom Herzog beauftragt," sagte D'Hpmbercourt,„Eure Majestät nach Eurer Wohnung zu geleiten. — Wirhoffen, Eure Majestät werde erlauben, daß wir unsers HerrnBefehl befolgen."
„In dieser geringfügigen Sache," sagte der König, „werdetIhr hoffentlich zugeben, daß mein Befehl den seinigen überwiege,obwohl Ihr seine Lehensunterthanen seid- — Ich bin etwas un-wohl, meine Herren, — etwas ermüdet. Großes Vergnügen hat