Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
21
Einzelbild herunterladen
 

St. Martin! Nein, mein Lehensherr. Ihr seid im Lager und inder Stadt Eures Vasallen so nennen michdie Leute in Bezug aufEw. Majestät mein Schloß und meine Stadt find die Eit-rigen, und meine Mannen find ebenso dieEurigen; also ist eSgleichgiltig, ob meine Krieger oder die schottischen Bogenschü-tzen das äußere Thor bewachen, oder das Schloß besetzen-Nein, bei St. Georg! Peronne ist eine jungfräuliche Festungfie soll ihren Ruhm nicht durch meine Schuld verlieren. Jung-frauen muß man sorgfältig bewachen, mein königlicher Vetter,wenn man will, daß fie ihren guten Ruf behalten."

Gewiß, mein lieber Vetter, und ich stimme Euch völlig bei,"sagte der König,denn ich bin in der That mehr betheiligt bei demguten Rufe der guten kleinen Stadt, als Ihr da Peronne, wieIhr wißt, lieber Vetter, einer der Orte an dem nämlichen Flusse,der Somme, ist, welche Euerm Vater seligen Andenkens als Pfandeines Darlehns eingeräumt wurden und daher durch Rückzahlungdesselben cingelöst werden können. Und da ich, um die Wahr-heit zu gestehn, wie ein ehrlicher Schuldner komme, und allemeine Verbindlichkeiten lösen will, so habe ich einige mit Sil-ber beladene Maulthiere mitgebracht, um die Summe zu zah-len welche hinrcicht, lieber Vetter, Euren fürstlichen undköniglichen Hofstaat ganze drei Jahre zu unterhalten."

Ich werde keinen Pfennig davon annchmen," sagte der Her-zog, seinen Schnurrbart drehend;dieFrist der Einlösung ist ver-strichen, mein königlicher Vetter; auch ward nie im Ernst die Ab-ficht gehegt, nach dem Rechte zu verfahren; denn die Abtretungdieser Städte war der einzige Lohn, den mein Vater je von Frank-reich erhielt, als er, in glücklicher Stunde für Cure Familie, sichdazu verstand, die Ermordung meines Großvaters zu vergessen,und statt seines früheren Bündnisses mit England das mit EuremVater einzugehen. Heiliger Georg! -ätt'er das nicht gethan, so