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findet, — ein Ton, der dem Herzog wegen der Offenheit, und manmöchte sagen, der Grobheit seines Charakters natürlich war, demKönige aber nicht minder, weil, obwohl er jede Art geselliger Un-terhaltung zu führen verstand, diese am besten für ihn paßte, inwelcher sich roheGedanken und witziger Ausdruck vereinigen ließen.
Zum Glück wußten beide Fürsten, während eines Bankets aufdem Stadthause zu Peronne, denselben Ton der Unterhaltungfortzusetzcn, in welcher fie sich, wie auf neutralem Boden, be-gegneten, und die, wie Ludwig leicht begriff, weit mehr alsjede andre fähig war, den Herzog von Burgund in dem ruhi-gen Zustande zu erhalten, der ihm zu eignerSicherheit nöthig schien-
Doch verursachte es ihm Besorgnis, zu bemerken, daß derHerzog mehrere jener französischen Edelleute um sich hatte,die nochdazu sich großen Vertrauens undAnschns zu erfreuen hatten,welcheseine eigne Strenge oder Ungerechtigkeit in die Verbannung trieb.Undnur, um sich vordenmöglichenWirkungcnihrerRachenndih-res Hasses zu sichern, bat er (wie bereits erwähnt) lieber im Schloßoder der Citadclle von Peronne einquartirt zu werden, als in derStadt selbst. Dies gewährte Herzog Karl bereitwillig, und zwarmit jenem grimmigenLächeln,von dem man unmöglich sagen konnte,ob es demjenigen, dem es galt, Heil oder Unheil bedeute.
Als aber derKönig, (indem er sich mit möglichster Delicatesseund aufdie Weise, die ihm am dienlichsten schien, den Argwohn inSchlaf zu lullen, ausdrückte) fragte, ob nicht die schottischen Bo-genschützen seiner Leibwache das Schloß von Peronne während sei-nes dortigen Aufenthalts statt eines derThore besetzen dürften,wel-ches letztere der Herzog ihrer Obhut vertraut hatte, da erwiderteKarl mit seiner gewohnten rauhen Stimme und kurzen Ausdrucks-weise, die dadurch noch heftiger erschien, daß er beim Sprechen denSchnurrbart drehte, und an's Schwert oder an den Dolch griff, dener dann etwas entblößte und wieder in die Scheide stieß: — „Bei