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in jenen Tagen (wie auch jetzt) für Zeit und Gelegenheit ziem-lich schien, antwortete er im nämlichen Tone, ohne Umständedie Ehre der königlichen Gesellschaft ablehnend, erklärte jedochzugleich, daß er mit Vergnügen des Königs Tochter aufneh-men werde, deren Schöuheit berühmt war.
„Es freut mich, lieber Vetter," sagte der König, mit jenemzweideutigen Lächeln, das oft an ihm bemerkt wurde, „daßEuer gnädiger Wille sich nicht auf meine jüngere Tochter Jo-hanna bezieht. Denn sonst möcht' es ein Lanzenbrechen zwi-schen Euch und meinem Vetter von Orleans gegeben haben;und wär' ein Unglück daraus entstanden, so hätt' ich in jedemFalle einen lieben Freund und zärtlichen Vetter verloren."
„Nein, nein, mein königlicher Herr," sagte Herzog Karl,„der Herzog von Orleans soll durch mich nicht auf dem Pfadeaufgehalten werden, den er par nmours erwählt hat. DieSache, um die ich meine Lanze gegen Orleans richte, mußschön und gerade sein."
Ludwig war weit entfernt, diese grobe Anspielung aufdie per-sönliche Häßlichkeit der Prinzessin Johanna übel zu empfinden.Im Gegentheil,cr freute sich über die Entdeckung, daß der Herzogsich an rohen Späßen ergötzen konnte, worin er selber geübt war,und die ihm (nach der modernen Ausdrucksweise) viel sentimentaleHeuchelei ersparten. Daher gründete er die Unterhaltung sogleichauf dergleichen, so daß Karl, obwohl erfühlte, es sei ihm unmög-lich, die Rolle eines liebenden und versöhnten Freundes gegen einenMonarchen zu spielen, dessen schlechte Dienste er so oft empfundenhatte, und an dessen Aufrichtigkeit bei dieser Gelegenheit er sosehrzweifelte, es doch nicht schwierig fand, den herzlichen Wirth gegeneinen witzigen Gast zu machen. So ward der Mangel an gegensei-tiger freundlicher Gesinnung zwischen ihnen durch den geselligenTon ersetzt, welcher zwischen zwei gutenGesellschaftenimmer statt
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