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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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EureMajestät," sagte der Herzog, indem er sich anstrengte,eine Antwort zu geben,erwähnte der geringen Verbindlich-keit mit Ausdrücken, welche Alles überbotcn, was Burgundthun konnte, um die Ehre geziemend anzuerkennen, die Ihrseinem Fürsten erwieset."

Ich entsinne mich der Worte, die Ihr meint, lieber Vet-ter," sagte der König lächelnd;ich glaube, sie lauteten, daßich, zur Vergeltung der an jenem Tage bewiesenen Güte, alsein armer Flüchtling nichts zu bieten hätte, als meine eignePerson und die meines Weibes und Kindes; nun, michdünkt, ich habe dies Versprechen so ziemlich erfüllt."

Ich bin nicht Willens, zu bestreiten, was Ew- Majestätzu behaupten gefällt," sagte der Herzog;aber"

Aber Ihr fragt," sagte der König, ihn unterbrechend,wiemeine Thaten mit meinen Worten übereingcstimmt haben? Ge-nau so: der Leib meines Kindes Joachim ruht in burgundischerErde meine eigne Person Hab' ich diesen Morgen unbedingt inEure Gewalt gegeben und was die meines Weibes betrifft,wirklich, Vetter, ich denke, in Betracht der seitdem verflossenenZeit werdet Ihr kaum daraufbestehn, daß ich in diesem Falle meinWort halte. Sie war am Tage Mariä Verkündigung geboren(hierbei bekreuzte er sich und murmelte ein Oru pro nobis),vor etlichen fünfzig Jahren; aber sie ist nicht weiter von hier,als Rheims, und wenn Ihr darauf besteht, daß ich mein Verspre-chen buchstäblich erfülle, so soll sie Euch sogleich zu Befehl stehen."

Obwohl der Herzog unwillig über den offenbaren Versuch desKönigs war, einen Ton der Freundschaft und Vertraulichkeit ge-gen ihn anzunehmen, so konnte er doch nicht umhin, über diese selt-same Antwort des Monarchen zu lachen, und sein Lachen war somißtönend, als die abgebrochnenleidenschaftlichen Laute, in denener oft sprach. Nachdem er länger und lauter gelacht hatte, als es