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6 (1851) Quentin Durward
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niglichen Vaters empfangen habe. Er sprach von dem gutenHerzog von Burgund, wie Philipp, der Vater des HerzogsKarl, gewöhnlich genannt wurde, und führte wohl tausendBeispiele seiner väterlichen Güte an-

Ich glaube, Vetter," sagte er,Euer Vater machte we-nig Unterschied in seiner Zuneigung zwischen mir und Euch;denn ich entsinne mich noch, wie der gute Herzog, als ich michzufällig auf einer Jagdpartie verirrt hatte, Euch schalt, daßIhr mich im Walde verlassen hättet, als ob Ihr zu unbesorgtum die Sicherheit eines ältern Bruders gewesen wäret."

Des Herzogs von Burgund Züge waren von Natur hartund streng; und als er zu lächeln versuchte, um dadurch einehöfliche Anerkennung der Wahrheit dessen, was der König sagte,auszudrücken, so war es eine wahrhaft diabolische Grimasse,was er zu Wege brachte.

Fürst aller Heuchler," dachte er bei sich,ich wollte, esvertrüge sich mit meiner Ehre, Euch zu erinnern, wie Ihralle Wohlthaten unsers Hauses vergolten habt!"

Und sodann," fuhr der König fort,wenn die Bande derBlutsfreundschaft und Dankbarkeit nickt hinreichend find, uns an-einander zu fesseln, mein lieber Vetter, so haben wir auch die dergeistlichen Verwandtschaft; denn ich bin der Pathe Eurer schö-nen Tochter Maria, die mir so theuer ist, wie eine meiner Töch-ter; und als die Heiligen (ihr geweihetcr Name sei gepriesen!)mir einen kleinen Sproß sandten, der im Laufe dreier Monateverwelkte, da war es Euer fürstlicher Vater, der ihn zur Taufehielt und die Ceremonie stattlicher feierte, als es Paris imStande gewesen sein würde. Nie werde ich den tiefen, denunauslöschlichen Eindruck vergessen, den die Großmuth desHerzogs Philipp und die Eurige, mein theuerster Vetter, aufdas halbgebrochne Herz des armen Verbannten machte!"

Quentin Dnrward. III. 2