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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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kommen Sorge zu tragen. Und obwohl Quentin diese Gunstmit Ausdrücken geziemender Dankbarkeit für jetzt ablehnte, biser finden würde, wie weit er sich über seinen eigentlichen Herrn,den König Ludwig, zu beklagen habe, so fuhr er trotzdem fort,mit dem Grafen Crevecoeur in gutem Vernehmen zu stehen.Und während seine schwärmerische Denkweise und seine fremd-artige und eigenthümliche Aussprache oft ein Lächeln auf dieernsten Wangen des Grafen rief, so hatte dies Lächeln dochden sarkastischen und bittern Ausdruck verloren und überschrittdie Gränzen froher Laune und guten Benehmens nicht-

Während sie so die Reise mit mehr Einigkeit als am vori-gen Tage fortsetzten, langte die kleine Gesellschaft endlich etwazwei Meilen vor der berühmten und starken Festung Peronnean, in deren Nähe des Herzogs von Burgund Armee lagerte,bereit, wie man vermuthete, in Frankreich einzubrechcn; da-gegen hatte Ludwig eine bedeutende Macht bei Saint Marenceversammelt, um den übermüthigen Vasallen zur Vernunft zubringen.

Peronne, gelegen an einem tiefen Flusse, in einer flachenGegend, und umgeben von starken Werken und bedeutendenGräben, ward in alten, wie in neuen Zeiten für eine der stärk-sten Festungen Frankreichs gehalten*). Der Graf vonCrbve-coeur, sein Gefolge und sein Gefangner näherte sich der Festungum drei Uhr Nachmittags; als sie durch die angenehmen Baum-gänge einer großen Waldung, welche damals die Stadt vonder Ostseite umschloß, hinritten, begegneten ihnen zwei Män-ner von Stande, wie sich aus der Zahl ihrer Diener schließen

') Wirklich war dieser Platz, obwohl a» einer feindlichen EinfällenauSgeschten Gränze gelegen, nie von einem Feinde genommen worden,»nd bewahrte den stolzen Namen Peronne die Jnngfra» bis z»dem denkwürdigen Zuge gegen Paris im Jahr I8IS.