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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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Erstes Kapitel.

Der ungebetene Ga st.

Kein menschlicher Charakter ist so feinGewoben, daß kein Fehler im Geweb' ist.

Den Tapfer» sah ich flieh» vor'», Schäferhund,Den Weisen sah ich handeln, daß er fastDie Narrheit überbot. Und jener schlaueUnd überkluge Mann webt oft die SchlingenSo fein, daß er sich selber drinnen fängt.

AlteS Schauspiel.

Während des ersten Thcils dieser nächtlichen Reise hatteQuentin mit jenem bittern Schmerz zu kämpfen, den der Jüng-ling empfindet, wenn er, wahrscheinlich für immer, von derscheidet, die er liebt. Angetrieben durch die drängenden Um--stände des Augenblicks und durch die Ungeduld Crövecoeur's,eilten fie durch die reichen Ebenen des Hennegaus unter demfreundlich geleitenden Lichte eines herrlichen und klaren Herbst-mondes, welcher seinen bleichen Schimmer über reiche und weiteTriften ergoß, über Waldungen und Getreidefelder, von de-nen die Landwirthe bei diesem Scheine die Aerndte einfuhren,so bedeutend war schon zu jener Zeit die Betriebsamkeit derFlamänder; über glatte, breite, befruchtende Ströme ergoßfich das Mondlicht, wo das weiße Segel im Dienste des Han-dels hinglitt, nicht gehemmt durch Klippen oder Strudel; ihnenzur Seite lagen freundliche ruhige Dörfer, deren schmuckesQuentin Durward. lll. 1