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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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die Gräfin Isabelle begleitet, seit sie Frankreich verließ, umnach Flandern zurückzukehren."

Hoho!" sagte der Graf;und das will sagen, seit sie vonPlefsis-les-Tours floh? Ihr, ein Bogenschiitz der schottischenGarde, begleitet sie natürlich nur auf ausdrücklichen Befehldes König Ludwig?"

Wie wenig sich auch Quentin dem König von Frankreich ver-pflichtet fühlte, welcher, als er den Ueberfall der Gräfin Isabellevon Croye durch Wilhelm von der Mark beabsichtigte, wahr-scheinlich darauf rechnete, der junge Schotte möge in ihrer Ver-theidigung getödtct werden, so glaubte er sich doch nicht befugt,ein Vertrauen, das Ludwig ihm bewies oder zu beweisen schien,zu verrathen, und daher erwiderte er dem Grafen Crövecoeur:daß für ihn der Befehl seines Officiers genügt habe, das Aufgc-tragene zu verrichten,und weiter habe er sich um nichts bekümmert "

Das ist ganz hinreichend," sagte der Graf.Wir wissen, daßder König seinenOfficieren nicht gestattet, die Bogenschützen seinerGarde auszusendcn, um gleich Paladinen die Zügel irrender Da-men zu leiten, ohne daß er einen politischen Zweck dabei hätte. Eswird für König Ludwig schwer sein, noch ferner so kühn zu behaup-ten, er wisse nichts von der Flucht der Damen von Crope ausFrankreich, da sie doch von einem seiner Leibgardisten begleitetwurden. Und wohin, Herr Bogenschütz, ging Euer Rückzug?"

NachLüttich, Herr Graf," antwortete der Schotte; wo sichdie Damen unter den Schutz des verstorbenen Bischofs zu stellenwünschten."

Des verstorbenen Bischofs!" rief der Gras von Cröve-coeur;ist Ludwig von Bourbon todt? Kein Wort von sei-ner Krankheit hat den Herzog erreicht an was starb er denn?"

Er schläft in einem blutigen Grabe, Herr Graf das heißt,wenn seine Mörder seinen Resten ein Grab vergönnt haben."