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6 (1851) Quentin Durward
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Ihr wohl wißt, nur Edclleute und Männer von Ehre ausge-nommen werden."

Dank' Euch für Eure Nachricht, und ich küsse Euch dieHände, Herr Bogenschütz," sagte Crövecoeur in demselben necken-den Tone.Habt die Güte, mit mir an die Spitze unsererReitcrschaar zu reiten."

Während sich Quentin nach des Grafen Befehl vorwärtsbewegte, welcher nun die Macht, wo nicht das Recht, hatte,ihm seine Bewegungen vorzuschreiben, bemerkte er, daß GräfinIsabelle seinen Bewegungen mit einem Blicke ängstlicher undschüchterner Theilnahme folgte, welche fast Zärtlichkeit schien,und deren Anblick ihm eine Thränc in's Auge lockte. Aber ererinnerte sich, daß er sich vor Crbvecoeur als Mann zeigenmüsse, denn der Graf war, vielleicht von allen Rittern Frank-reichs und Burgunds, gerade derjenige, welcher durch eine trau-rige Liebesgeschichte zu nichts leichter, als zum Lachen bewegtward. Er beschloß daher, seine Anrede nicht abzuwarten, son-dern die Unterhaltung in einem Tone zu eröffnen, der seinenAnspruch auf gute Behandlung und auf größere Achtung an-deuten sollte, als ihm der Graf zu widmen schien, welcher sichvielleicht dadurch verletzt fühlte, daß er eine Person so »iedernRanges das Vertrauen seiner hochgebornen und reichen Ver-wandten in so hohem Grade genießen sah.

Herr Graf von Crdvecoeur," sagte er in gemäßigtem, aberfestem Tone,darf ich Euch bitten, bevor wir weiter gehen,mir zu sagen, ob ich in Freiheit bin, oder ob ich mich für Eu-ren Gefangnen halten muß?"

Eine kitzliche Frage," erwiderte der Graf,die ich fürjetzt bloß durch eine andre beantworten kann. Glaubt Ihr,daß Frankreich und Burgund jetzt in Frieden oder Krieg mit-einander sind?"