Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
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entwarf. Erinnert Euch daher, daß Euer Geschäft hier nichtist, jene schwarzen Säue zu Hetzen und zu ersticken, wofür Ihrnoch eben jetzt einen besondern Beruf zu spüren schienet, son-dern zuverlässige Nachrichten zu sammeln und mir zu bringen,von dem, was im Lütticher Lande vorgeht, worüber uns sotolle Gerüchte zu Ohren kommen. Laßt mir ein Dutzend Lan-zen folgen und die übrigen sollen mit meinem Banner unterEurem Befehl bleiben."

Noch einen Augenblick, Vetter von Crbvecoeur," sagte dieGräfin Isabelle;laßt mich, indem ich mich selbst Euch gefan-gen gebe, zum mindesten die Sicherheit derjenigen bedingen,die mir in meinem Mißgeschicke Freundschaft erwiesen haben.Laßt diesen guten Mann, meinen treuen Wegweiser, ungefähr-det nach seiner Vaterstadt Lüttich zurückkehren."

Mein Neffe," sagte Crovecoeur, nachdem er einen scharfenBlick auf Glovers ehrliches breites Geficht geworfen,wirddiesen guten Mann sicher geleiten, welcher wirklich nicht vielBöses im Sinne zu haben scheint; und zwar wird er ihn soweit in jenes Gebiet führen, als er selbst vorrückt, sodann ihnaber in Freiheit lassen."

Vergeßt nicht, die gute Gertrud an mich zu erinnern,"sagte die Gräfin zu ihrem Wegweiser, und fügte noch hinzu,indem sie eine Perlenschnur aus ihrem Schleier löste,bittetsie, dies zum Andenken an ihre unglückliche Freundin zu tragen"

Der ehrliche Glover nahm die Perlenschnur und küßte, mitlinkischer Gebcrde aber mit aufrichtiger Freundlichkeit, dieschöne Hand, welche auf so zarte Weise seine Mühe und Ge-fahr zu belohnen wußte-

Hm! Zeichen und Pfänder!" sagte der Graf;habt Ihrnoch mehr zu bestellen, schönes Fräulein? Es wird Zeit,daß wir unfern Weg antreten."