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„Ein Gefängniß!" sagte Quentin.
„Ja, mein Freund, ein Gefängniß; aber ich will Sorgetragen, daß J-r cs nicht theilcn dürft."
„Sprecht nicht so — denkt nicht so von mir," sagte Quen-tin. „Seh' ich Euch nur sicher, so kommt mein Geschick weiternicht in Betracht."
„Sprecht nicht so laut," sagte Gräfin Isabelle; „Ihr wer-det unserm Führer auffällig werden — Ihr seht, er ist uns be-reits vorausgeritten;" — denn wirklich hatte der gutmüthigeFlamänder, indem er handelte, wie er eö für sich auch vonAndern gewünscht hätte, in dem Augenblick als sich Quentinder Dame näherte, sie von der Last einer dritten Person be-freit.—„Ja," fuhr sie fort, als sie bemerkte, daß sie nichtbeobachtet würden, „Euch, mein Freund, mein Beschützer — wa-rum sollte ich mich scheuen, Euch so zu nennen, da der Him-mel Euch mir so gab? — Euch muß ich sagen, daß ich denEntschluß gefaßt habe, in meine Heimath zurückzukehren, undmich selbst der Gnade des Herzogs von Burgund zu überge-ben. Es war ein verfehlter, wenn auch gutgemeinter Rath,der mich verleitete, seinem Schutze zu entfliehen und mich inden des falschen und hinterlistigen Ludwig von Frankreich zubegeben.
„Und also seid Ihr entschlossen, die Braut des Campo-basso, des unwürdigen Günstlings Karls zu werden?"
So sprach Quentin mit einer Stimme, die den inncrnKampf und zugleich das Verlangen einen gleichgiltigen Tonanzunehmcn, bekundete, gleich der des armen verurtheiltenVerbrechers, wenn er mit angenommener Festigkeit, von dersein Herz nichts weiß, fragt, ob die Bestätigung der Hinrich-tung schon cingetroffen?
„Nein, Durward, nein," .sagte die Gräfin Isabelle, indem