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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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an; doch ihrem Charakter zu Folge möchte es zweifelhaft sein,ob sie dieselben Ergebnisse, wie ihre Mutter, daraus folgerte.

Unterdessen hatten die Reisenden, zahlreiche Volksschaarendurchkreuzend, die zum Glück zu sehr mit politischen Ereignissenund TageSneuigkeitcn beschäftigt waren, um ein, im Aeußernso wenig auffälliges Paar zu beobachten, das Ostthor erreicht.Sie passirtcn die Wachen mittelst eines von Pavillon ausge-wirkten , aber mit dem Namen seines College» Rouslaer be-zeichneten Erlaubnißscheines, und verabschiedeten sich von PeterGcislaer mit einem freundlichen, wiewohl kurzen Austauschguter Wünsche von beiden Seiten. Unmittelbar nachher geselltesich ein starker junger Mann, einen tüchtigen grauen Hengstreitend, zu ihnen und stellte sich sogleich selbst als Hans Mo-ver, Trudchens Bräutigam, vor. Er war ein junger Burschmit gutmüthigem flämischem Gesicht, welches allerdings nichtbesondere Verstandeskräste, aber um so mehr Frohsinn undGutmüthigkeit verkündigte; gleichwohl konnte sich die Gräfindes Gedankens nicht erwehren, daß er kaum würdig scheine,des cdelsinnigcn Trudchens Bräutigam zu sein- Doch schien ersehr gern bereit, die Pläne, die jene zu der Gräfin Gunstenersonnen, zu fördern; denn nach ehrerbietigem Gruße fragte er dieGräfin aufFlämisch, aufwelchemWege sie geführt zu sein verlange.

Führt mich," sagte sie,nach der nächsten Stadt an denGränzen Brabants."

Ihr seid also über das Ziel und den Zweck Eurer Reiseim Klaren?" sagte Quentin, indem er nahe zu Isabellen rittund Französisch sprach, welches ihr Wegweiser nicht verstand-

Allerdings," erwiderte die junge Gräfin;denn so wiemeine Verhältnisse nun sind, wurde es mir zu großem Nach-theil gereichen, eine Reise zu verlängern, und wenn ihr Endegleich ein strenges Gefängniß ist."