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Flucht nicht glücklich bewerkstelligen, so ist die Welt nicht mehrso, wie sie mir bisher geschildert ward."
Ein Theil dieser Rede färbte der Gräfin bleiche Wangen wie-der roth, und Quentins plötzliches Eintreten verminderte dieseGluth nicht. Er trat ein, vollständig gekleidet wie ein flämi-scher Bauer der bessern Klaffe in dem Sonntagsanzug Peters,welcher seine Theilnahme dem jungen Schotten durch die Be>reitwilligkeit bewies, mit welcher er ihm das Kleid überließ;zugleich schwur er, daß, werde man ihn auch schlimmer gerben,denn je eine Ochsenhaut, man nichts aus ihm -erausbringensolle, was die jungen Leute verrathcn könne. Zwei starke Pferdehatte die Thätigkcit der Mutter Mabel besorgt, die wirklichder jungen Gräfin und ihrem Begleiter kein Leid zuzufugenwünschte, wenn sie nur ihr eigen Haus und ihre Familie vorden Gefahren sicherte, welche jener Beherbergung zur Folgehaben könnte. Mit großer Zufriedenheit sah sie sie aufsteigenund davonreiten, nachdem sie ihnen gesagt hatte, sie würdenden Weg nach dem östlichen Thore finden, wenn sie Peter imAuge behielten, welcher auf diesem Weg als ihr Wegweisergehen werde, ohne scheinbar in Verbindung mit ihnen zu stehn.
Gleich nachdem die Gäste geschieden waren, nahm MutterMabel Gelegenheit, Trudchen eine lange Vorlesung über dieThorheit des Romanlesens zu halten, wodurch die zierlichenDamen am Hofe so kühn und abenteuernd geworden wären,daß sie, anstatt daheim etwas von tüchtiger Haushaltung zulernen, nun durch's Land als irrende Dämchen ritten, ohneeinen bessern Begleiter dabei zu haben, als einen eiteln Knap-pen, einen liederlichen Pagen oder einen gottlosen Bogen-schützen aus fremden Ländern, und das Alles auf Gefahr ih-rer Gesundheit, ihres Vermögens und ihres guten Rufes.
Alles dies hörte Gertrud schweigend und ohne Erwiderung