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6 (1851) Quentin Durward
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Ist es für uns möglich, zu ihm zu kommen? hat ereine Macht gesammelt?" fragte die Gräfin.

Seine einzige Hoffnung ist der Himmel," sagte der Schotte;aber wohin Ihr auch gehen wollt, ich stehe Euch zur Seite,entschlossen Euer Führer und Beschützer zu sein."

Wir wollen überlegen," sagte Isabelle;und nach kurzemNachsinnen fuhr sie fort:ein Kloster würde meine Wahl sein,nur fürchte ich, cs würde mir keinen hinreichenden Schutz ge-gen meine Verfolger gewähren."

Hm! hm!" sagte der Syndicus;im Gebiete von Lüttichkönnt' ich eben kein Kloster empfehlen; denn der Eber der Ar-dennen, obwohl er im Allgemeinen ein tapferer Anführer, einzuverlässiger Verbündeter und ein Freund unserer Stadt ist,hat trotzdem einen rauhen Charakter und zollt den Mönchs-so wie den Nonnenklöstern wenig Achtung. Man sagt, es wä-ren da ein halb Schock Nonnen das heißt, gewesene Nonnen die mit seiner Compagnie allerwegen marschieren.

Macht Euch schnell bereit, Herr Durward," sagte Isa-belle, diese Erzählung unterbrechend,da ich mich ja doch al-lein auf Eure Treue verlassen darf."

Kaum hatte der Syndicus und Quentin das Zimmer verlassen,als Isabelle vielerlei Fragen, in Bezug auf die Wege und dergl.an Gertrud zu richten begann, und dies mit so vieler Fassung undAufmerksamkeit, daß die letztere nicht umhin konnte, auszurufen:Gräfin, ich bewundere Euch! Ich habevonmännlicherSeelen-stärke gehört, aber die Eurige erscheint mir als übermenschlich."

Nothwendigkeit," antwortete die Gräfin,Nothwcndigkeit,meine Freundin, ist die Mutter des Muths und der Erfindungs-gabe. Noch vor Kurzem wär' ich fast ohnmächtig geworden,wenn ich einen Tropfen Bluts einem kleinen Mefferschnitt ent-fließen sah seitdem aber Hab' ich um mich Blut, ich kann