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verließ, jetzt fast ganz ausgegeben war, so trug er kein Bedenken,die Summe von zweihundert Gulden anzunehmen; und damitnahm er eine große Last von Pavillons Herzen, welcher dieseverzweifelte Zahlung, wo er freiwillig zum Gläubiger ward, alseine Buße für den Bruch der Gastfreundschaft ansah, zu wel-chem ihn verschiedene Rücksichten gewissermaßen zwangen.
Nachdem er seine Schatzkammer sorgfältig verschlossen hatte,führte der reiche Flamänder seinen Gast zunächst in's Sprech-zimmer, wo er im vollen Besitz ihrer Geistes- und Körperkräfte,obwohl blaß nach den Scenen der vorigen Nacht, die Gräfinnach Art eines flämischen Mädchens aus dem Mittelstände ge-kleidet fand. Niemand als Trudchen war gegenwärtig, welcheemsig bemüht war, den Anzug der Gräfin zu vervollständigenund dieser Anweisung zu geben, wie sie sich zu benehmen habe.Sie reichte ihm ihre Hand, die er ehrerbietig küßte, woraufsie zu ihm sagte: „Herr Quentin, wir müssen unsre Freundehier verlassen, sonst würde ich einen Theil des Unglücks aufsie bringen, welches mich seit meines Vaters Tod verfolgt hat-Ihr müßt Eure Kleidung wechseln und mit mir gehen, wennIhr nicht auch müde seid, einem so unglücklichen Wesen Freund-schaft zu erweisen."
„Ich! — ich müde Euer Diener zu sein! — Bis an's Endeder Welt will ich Euch schützen! Aber Ihr — Ihr selbst —seid Ihr im Stande auszuführen, was Ihr unternehmt? —Könnt Ihr nach den Schrecken der letzten Nacht —"
„Ruft sie mir nicht in's Gedächtniß," antwortete die Grä-fin; „ich entsinne mich ihrer nur wie eines verworrenen fürchter-lichen Traumes. — Ist der treffliche Bischof entkommen?"
„Ich hoffe, er ist frei," sagte Quentin, indem er Pavillonein Zeichen gab, still zu sein, denn dieser schien im Begriff,die Erzählung zu beginnen.