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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
193
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Peter, Peter," sagte er, das Gespräch des vorigen Abendswieder ausnehmend,wenn ich nicht ein kühnes Herz gehabthätte, ich würde mich nie der Zahlung des Bürgerzwanzigstenwidersetzt haben, als alle Andern ihn willig geben wollten.Ja, und besäß' ich ein minder hochflnnigcs Herz, so hätte ichmich nicht mit zur Schlacht bei Tron verleiten lassen, wo einHennegauer Kriegsmann mich mit seiner Lanze in einen Sumpf-graben stieß, wo ich mir auf keine Weise heraushelfen konnte,bis die Schlacht vorüber war. Ja, Peter, dann verleitetemich wieder in dieser Nacht mein Muth, einen Harnisch anzu-legen, welcher mein Tod gewesen wäre, hätte mir dieser tapfrejunge Herr nicht beigestanden, dessen Beruf fechten ist, wozuich ihm herzlich Glück wünsche. Und was sodann mein zärt-liches Herz betrifft, Peter, das hat mich zum armen Mannegemacht das heißt, es würde mich zum armen Manne ge-macht haben, wär' ich in dieser schnöden Welt nicht erträglichgebettet gewesen;und der Himmel weiß, welche Unruhe mires noch bringen wird, mit Damen, Gräfinnen, Geheimnissen,die ich bewahren sollach, Alles das kann mir noch meinhalbes Vermögen kosten und den Hals obendrein!"

Quentin vermochte nicht länger zu schweigen, sondern ver-sicherte, welche Gefahr oder Schaden ihm auch von Seitender jungen Dame, die jetzt unter seinem Schutz sei, wider-fahren könne, so werde dies dankbar anerkannt und so weitals möglich auch erstattet werden.

Ich danke Euch, junger Herr Bogenschütze, ich dank'Euch," antwortete der Bürger von Lüttich;aber wer sagtEuch denn, daß ich irgend eine Erstattung von Euch verlange,weil ich meine Pflicht als ehrlicher Mann that? Ich be-dauerte nur, daß es mich Das oder Jenes kosten könnte, undich hoffe, daß mir erlaubt ist, vergleichen meinem Lieutenant

Quentin Durwnrd. II. IS