man zu beiderseitiger Sicherheit ergreifen muffe, und zwar amnächsten Tage, oder so bald sie wollten."
Der junge Schotte dankte, bemerkte jedoch, er muffe sichnach Pavillon richten, an welchen er sich, seines Auftrags zu-folge, besonders anzuschließen habe; doch werde er unfehlbardiesen begleiten, sobald er wieder nach dem Quartiere destapfern Wilhelm von der Mark zurückkehren würde.
„Wenn Ihr Euch nach mir richtet," sagte Pavillon schnellund laut, „so werdet Ihr Schönwald sogleich ohne weiternVerzug verlassen; und wenn Ihr nicht nach Schönwald zurück-kehren wollt, außer in meiner Gesellschaft, so werdet Ihr eswahrscheinlich so bald nicht wieder sehn."
Den letzten Theil der Rede murmelte der ehrliche Bürgerfür sich, denn er fürchtete die Folgen, die eine zu laute Aeuße-rung seiner Gefühle haben könne, welche er doch gleichwohl nichtganz unterdrücken konnte.
„Haltet Euch dicht an mich, meine flinken Gerberburschen,"sagte er zu seiner Leibgarde; „und wir wollen uns so schnellals möglich aus dieser Diebshöhle machen."
Die meisten aus den bessern Klassen der Lütticher schienendes Syndicus Meinung zu theilen, und kaum war ihre Freudeso groß gewesen, wie sie das Schloß Schönwald einnahmen,als ihnen nun die Aussicht zu erwecken schien, sicher heraus zukommen. Man ließ sie ohne irgend ein Hinderniß das Schloßverlassen, und auch Quentin war froh, als er diesen schreckli-chen Mauern den Rücken wandte.
Zum ersten Male, nachdem sie die furchtbare Halle betretenhatten, wagte jetzt Quentin, die junge Gräfin zu fragen, wiesie sich befinde.
„Wohl, wohl," antwortete sie, in fieberischer Hast, „voll-kommen wohl — haltet uns nicht mit Fragen auf; laßt uns