Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
189
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Dabei zückte er seinen Dolch gegen des Burschen Hals undrief:Ist das Euer Spiel? dann spiel' ich hier auch das meine."

Halt, halt!" rief von der Mark,'s ist ein Scherz einScherz. Meint Ihr, ich würde meine guten Freunde und Verbün-deten derStadt Lüttich verletzen? Soldaten laßt los! SctztEuchnieder, nehmt den Leichnam da weg," (dabei gab er des BischofsKörper eincnFußstoß)welcher diesenZwist unterFreundcn erregte,und laßt uns die Unfreundlichkeit in einem srischenTrunk ersäufen."

Alle ließen ihre Opfer los, und die Bürger und SoldatenstarrtenZeinandcr an, als ob sie kaum wüßten, ob sie Freundeoder Feinde wären. Quentin Durward nützte diesen Moment-Hört mich," sagte er,Wilhelm von der Mark, und Ihr,Bürger und Einwohner Lüttichs; und Ihr, junger Herr, stehtstill," (der junge Karl suchte seinen Händen zu entfliehen,)cssoll Euch kein Leid geschehen, wofern nicht ein ähnlicher argerScherz die Runde hier macht-"

Wer bist Du, in's Teufels Namen," sagte der erstauntevon der Mark,der Du kommst um Bedingungen zu setzen undGeiseln zu nehmen in unsrer eignen Mitte von uns, derBürgen von Andern nimmt, aber sie keinem jemals stellt?"

Ich bin ein Diener König Ludwigs von Frankreich," sagteQuentin kühn;ein Bogenschütze seiner schottischen Garde, wieEuch zum Theil meine Sprache und Kleidung verrät-. Ich binhier, um Euer Verfahren zu beobachten und darüber zu berichten;und mit Staunen seh' ich, daß es mehr heidnisch als christlich zu-geht mehr als handelten Rasende, denn vernünftige Wesen.Die Hcerschaarcn Karls von Burgund werden sogleich gegen EuchAlle rücken; und wenn Ihr Beistand von Frankreich wünscht, somüßt Ihr Euch auf andere Weise betragen. Was Euch betrifft, -Männer von Lüttich, so rath' ich Euch, sogleich nach Eurer Stadtzurückjukehren; und wenn man Eurem Abschiede Hindernisse in