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6 (1851) Quentin Durward
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seinen Finger erhob, ohne ein Wort zu sagen. Der Bösewichtschlug zu, als verwalte er sein Geschäft im Schlachthause, und derermordete Bischof sank, ohne einen Seufzer, todt am Fuße seinesbischöflichen Thrones nieder. Die Lütticher, die ans eine so schreck-liche Katastrophe nicht vorbereitet waren und erwartet hatten, dieConfcrenz werde mit einigen gütlichen Bedingungen enden, fuhrenempor und stießen ein Geschrei des Abscheus und der Rache aus.

Aber Wilhelm von der Mark, seine furchtbare Stimme überden Tumult erhebend, und die geballte Faust mit ausgestrecktemArme schüttelnd, schrie laut:wie, ihr Schweine von Lüttich!ihr. die im Schlamme der Maas wühlen! wagt ihr'S, euchmit dem Eber der Ardennen zu messen? Auf ihr, des EbersBrut!" (ein Ausdruck, womit er und Andre oft seine Soldatenbezcichneten)laßt diesen flämischen Säuen eure Hauer sehen!"

Ein jeder seiner Genossen sprang bei diesem Befehl auf; undda sie, mit ihren neuen Bundesgenossen untermischt, zu solcheiner Ueberrumpelung vorbereitet waren, so nahm Jeder augen-blicklich seinen nächsten Nachbar beim Kragen, während seineRechte einen breiten Dolch zückte, der im Lampenlicht und Mond-schein flimmerte. Jeder Arm war erhoben, doch keiner stieß zu;denn die Opfer waren zu sehr überrascht, um Widerstand zuleisten, und cs war wahrscheinlich des von der Mark Absicht, nurseinen bürgerlichen Verbündeten einen Schrecken einzujagen-

Aber der Muth Quentin Durward's, der mehr gewandt undentschlossen war, als seine Jahre glauben ließen, und jetzt durchAlles, was seine natürliche Klugheit und Entschlossenheit nochkräftigen und erhöhen konnte, angetrieben ward, gab der Sceneeine neue Wendung. Indem er die Bewegung der Gefährten desvon der Mark nachahmte, sprang er auf Karl Ebcrson, den Sohnihres Anführers los und bemächtigte sich seiner mit Leichtigkeit.