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6 (1851) Quentin Durward
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daß er unentschlossen schien und die Augen zu Boden senkte,und erst nachdem er einen großen Becher Weines geleert hatte,der ihm sein hochmüthiges unverschämtes Wesen in Blick undBetragen wiedergab, redete er den unglücklichen Gefangenenalso an:Ludwig von Bourbon," sagte er, tief Athem holend,die Fäuste ballend, die Zähne zusammenbeißend und andre der-gleichen Geberden zeigend, umseine natürlicheGemüthsrohheitanzureizen und zu behauptenich suchte Eure Freundschaftund Ihr verschmähtet die meine. Was gäbt Ihr nun darum,daß Ihr anders gehandelt hättet? Nickel, sei bereit!"

Der Fleischer stand auf, ergriff seine Waffe, schlich sich herumhinter Wilhelms Stuhl, wo er sich fest stellte und das Eisenmit seinen entblößten und nervigen Armen in die Höhe hielt-

Seht diesen Mann an, Ludwig von Bourbon," fuhr vonder Mark fortwas wirst du nun für Bedingungen bieten,um dieser gefährlichen Stunde zu entgehen?"

Der Bischof warf einen traurigen aber unentmuthigtenBlick aus den greulichen Gehilfen, der bereit schien, den Willendes Tyrannen zu vollziehen, und sodann sagte er mit Festigkeit:Hört mich, Wilhelm von der Mark; und all ihr guten Männer,wenn welche hier sind, die den Namen verdienen, hört die ein-zigen Bedingungen, die ich diesem Bösewicht bieten kann.Wilhelm von der Mark, Du hast eine kaiserliche Reichsstadtin Aufruhr gebracht hast den Palast eines Fürsten des heili-gen deutschen Reichs angegriffen und eingenommen hast seineLeute erschlagen seine Güter geplündert seine Person ge-mißhandelt; dafür bist Du der Acht des Reiches verfallenhast verdient, für flüchtig und vogelfrei, für land- und rechtloserklärt zu werden. Du bist in das Heiligthum des Herrn ge-brochen hast gcwaltthätige Hand an einen Vater der Kirche