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6 (1851) Quentin Durward
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erfaßte er eine der Ketten, die herabhingen, nnd schwang sichmit ebenso viel Geschick als Kraftaufwand aus dem Wasserempor, indem er die Plattform erfaßte, an welcher die Brückebefestigt war- Als er mit Händen und Knicen kämpfte, umfesten Fuß zu gewinnen, trat ein Lanzknecht, mit dem blutigenSchwert in der Hand, herzu, und erhob seine Waffe zu einemStreiche, welcher tödtlich hätte werden müssen.

Wie, Kerl!" sagte Quentin in gebieterischem Toneistdas die Weise, nach welcher Du einem Kameraden beistehst?Reich' mir Deine Hand."

Schweigend und zögernd reichte ihm der Krieger seinenArm und half ihm hinauf, wo der Schotte, ohne jenem Zeitzum Nachdenken zu lassen, in demselben befehlenden Tone fort-suhr:zu dem westlichen Thurme, wenn Du reich werdenwillst des Priesters Schaß ist im westlichen Thurme."

Diese Worte fanden überall Wiedcr-all:Zum westlichenThurme der Schatz ist im westlichen Thurme!" und allePlünderer, zu denen der Ruf drang, schlugen, gleich einerHeerde rasender Wölfe, diese Richtung ein, welche jener ent-gegengesetzt war, die Quentin auf Tod und Leben zu verfol-gen entschlossen war.

Indem er sie betrog, als gehöre er zu den Siegern, nichtzu den Besiegten, gelangte er in den kleinen Garten undeilte hindurch, mit weit weniger Hindernissen, als er erwartethatte; denn der Ruf,Zum westlichen Thurme," hatte einenTheil der Angreifer hinweggezogen, und ein andrer ward,mittelst Wehrgeschrei und Trompetenschall zusammengerufen,um einen verzweifelten Ausfall zurücktreiben zu helfen, dendie Vertheidiger der Warte versuchten, welche gehofft hatten,einen Weg aus dem Schlosse zu gewinnen und den Bischofsmit sich hinwegzuführen. Quentin durchschritt daher den Gar-