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„Ich dachte immer, daß Euer Plan thöricht sei," sagteMarthvn- „Hättet Ihr die jungen Leute zusammcnbringenkönnen, so hätten wir sicherlich eine Stütze an ihrer Dankbar-keit gefunden und ein Plätzchen in ihrem Schlosse. Aber wirdein so hübscher junger Mann solch eine alte Närrin hcirathen?"
„Rizpah," sagte Hayraddin,- „Du hast den Namen einerChristin geführt und in den Zelten dieses bethörten Volks ge-wohnt, bis Du eine Thcilnehmerin ihrer Thorheiten gewordenbist. Wie konnte ich träumen, baß ihm ein Paar Jahre jün-ger oder älter Bedenklichkeiten machen würde, da die Bortheileder Heirath so augenscheinlich waren? Und Du weißt, daßsich schwerlich jenes junge Weib hätte bewegen lassen, so freizu handeln, wie diese lüsterne Gräfin hier, die uns ccntner-schwer auf den Armen hängt wie ein Wollsack. Ich liebte denBurschen auch und hätt' ihm gern einen Gefallen gethan: undihn mit diesem alten Weibe verheirathen, hieß sein Glück ma-chen — ihn mit Isabellen verbinden, hätt' ihm aber den vonder Mark, Burgund, Frankreich und Alle auf den Hals ge-bracht, die Anspruch machen, über ihre Hand zu verfügen.Und dieses einfältigen Weibes Reichthum besteht in Gold undJuwelen, wovon wir unser Theil bekommen hätten. Aber dieBogensehne ist gerissen, und der Pfeil ging fehl. Fort mitihr — wir wollen sie zu Wilhelm mit dem Bart bringen.Unterdessen wird er sich, wie gewöhnlich, betrunken haben, erwird eine alte Gräfin von einer jungen nicht zu unterscheidenwissen. Fort, Rizpah — sei gutes Muths! der klare Alde-boran hat immer noch Einfluß auf das Geschick der Kinderder Wüste!"
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Quentin Durward. II.