mit all der Eile, die Euch möglich ist — Pferde erwarten unsan jenem Weidendickicht."
„Dort find nur zwei Pferde," sagte Quentin, der fic imMondlicht erblickte.
„Alles was ich auftreiben konnte, o-ne Verdacht zu erregen, —und überhaupt genug," erwiderte der Zigeuner. „Ihr müßt nachTongres reiten, ehe der Weg unsicher wird — Marthon wird beiden Weibern unsrer Horde bleiben, mit denen sie von sonstherbekannt ist. Wißt, sie ist eine Tochter unscrs Stammes, undwohnte blos unter Euch, um uns gelegentlich Dienste zu leisten."
„Marthon?" rief die Gräfin, mit einem Schrei des Erstau-nens auf das verschleierte Weib blickend; „ist dies nicht meineVerwandte?"
Blos Marthon," sagte Hapraddin — „Verzeiht mir diesenkleinen Betrug. Ich wagte nicht, beide Damen von Cropedem wilden Eber der Ardennen zu entführen."
„Elender!" rief Quentin zornig — „aber noch ist es nicht— es darf nicht zu spät sein — ich will zurück und die DameHameline befreien."
„Hameline," flüsterte die Dame, in verwirrtem Tone, „hängtan Deinem Arm, um Dir für ihre Befreiung zu danken."
„Ha! wie! — Wie ist das?" sagte Quentin, sich von ihr los-reißend, und zwar mit weniger Artigkeit, als zu andrer Zeit derFall gewesen sein würde, gegen eine Frau jeden Standes —„Ist Dame Isabelle zurückgeblieben? — Lebtwohl — lebtwohl!"
Als er sich umwandte um zum Schloß zurück zu eilen, hieltihn Hapraddin zurück — „Nein, hört doch, hört — Ihr renntin Euren Tod! Welcher Satan hieß Euch die Farben der Altentragen? — nie wieder will ich blau und weißer Seide trauen.Aber sie hat fast eine eben so reiche Mitgift — hat Juwelenund Gold — hat sogar Ansprüche auf die Grafschaft."