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6 (1851) Quentin Durward
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dann wird meine Schuld der Dankbarkeit gezahlt sein und Ihrhabt eine Gräfin zur Gemahlin. Folgt mir."

»Ich folge," sagte Quentin, sein Schwert ziehend;aberim Augenblick, wo ich das geringste Zeichen von Verräthereientdecke, find Dein Kopf und Leib drei Schritt auseinander!"

Ohne weitere Worte eilte der Zigeuner, als er sah, daßDurward nun völlig gerüstet und bereit war, die Stufen vor ihmhinab, und wand sich hastig durch die vielen Seitengänge, bissie den kleinen Garten erreichten. Kaum ein Licht war auf dieserSeite sichtbar, kaum ein Geräusch ward vernommen; aber kaumhatte Quentin den freien Raum betreten, als der Lärm von derentgegengesetzten Seite des Schlosses zehnmal betäubender zuhören war, und er vernahm die verschiedenen Losungsworte:Lüttich! Lüttich! der Eber! der Eber!" denn so war das Ge-schrei der Angreifenden, während der schwächere Ruf:UnsreFrau für den Fürstbischof!" von Seiten derjenigen bischöflichenKrieger erscholl, welche, obwohl überrascht und im Nachtheil,zur Vertheidigung der Mauern herbeigeeilt waren.

Aber der ganze Kampf war Quentin Durward, trotz seineskriegerischen Charakters, gleichgiltig im Vergleich mit dem Ge-schick Jsabellens, welches, wie er Grund zu fürchten hatte, einschreckliches sein mußte, wenn sie nicht aus der Gewalt des rohenund grausamen Freibeuters erlöst ward, der nun, wie es schien,die Thorc des Schlosses zu sprengen im Begriff war. Er ver-söhnte sich mit dem Beistand des Zigeuners, wie Leute in ver-zweifelter Krankheit die Arzneien nicht verschmähen, die ihnenQuacksalber und Marktschreier reichen, und folgte ihm durch denGarten, in der Absicht, sich von ihm führen zu lassen, bis erAnzeichen von Verrätherei entdecken würde, und dann sein Herzzu durchstoßen oder sein Haupt vom Rumpfe zu schlagen. Hay-raddin schien selber zu wissen, daß seine Sicherheit an einem