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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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auf Quentins Schicksal besitze, wer bürgte diesem dann, daßnicht Alles ein Werk des Zigeuners war? und wofern diesrichtig, war dann nicht wahrscheinlich, daß dieser Schurke da-durch nur einen neuen verräthcrischen Plan verbergen wollte

vielleicht um Isabellen dem Schutze des würdigen Bischofszu entführen? Dies war eine Sache, die überlegt sein wollte,denn Quentin fühlte gegen diesen Menschen einen Widerwillen,welcher eben so groß war, als die Unverschämtheit, womit je-ner seine Schändlichkeit eingestanden hatte, und überhaupt warnicht zu hoffen, daß irgend etwas, worein er sich mischte, ei-nen ehrenvollen oder glücklichen Ausgang nehmen könnte.

Die verschiedenen Gedanken zogen über Quentins Seelewie trübe Wolken um die schöne Landschaft, die seine Phan-tasie erst gezeichnet hatte, zu verdunkeln, und schlaflos brachteer die Nacht auf seinem Lager zu. Zur Stunde der Frühmet-ten, ja, noch eine Stunde zuvor, war er im Schloßgarten,wo sich seinem Eintritte oder seinem Verweilen jetzt Niemandwiderseßte; er trug Federn von der bezeichneten Farbe, sogut er sie sich in solcher Eile hatte verschaffen können. Fastzwei Stunden lang ward von seinem Erscheinen keine Notizgenommen; endlich hörte er einige Lautcnaccorde, und alsbaldöffnete sich das Fenster gerade über der kleinen Hinterthür, zuwelcher Marthon Hayraddin eingelassen hatte, und an der Oeff-nung erschien Isabelle in jungfräulicher Schönheit, grüßte ihnhalb freundlich, halb schüchtern, tief crröthend, als er sich, ihreArtigkeit erwidernd, ehrerbietig und bedeutungsvoll verbeugte;

da schloß sie das Fenster und verschwand.

Nicht Tageslicht noch Champagner konnten mehr entdecken!die Aechtheit des Briefchens war verbürgt nur was folgen sollteblieb noch zu erklären, und davon hatte die schöne Schrciberin kei-nen Wink gegeben. Doch drohte keine unmittelbare Gefahr.