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Gemächern wohnten, die jetzt die edle Stiftsdamc inne hat,einigen Raum hatten, um frische Luft zu schöpfen, wo sie vorprofanen Blicken gesichert waren. Aber in den letzten Jahrenist dies Verbot, obwohl nicht förmlich aufgehoben, doch gänz-lich außer Anwendung gekommen, und es bleibt nur noch üb-rig wie ein Aberglaube, der in dem Hirn eines gealtertenCeremonienmeisters spuckt. Gefällt cs Euch also, so gehen wirsogleich hinab und wagen es darauf."
Nichts konnte für Quentin angenehmer sein, als die Aus-sicht, freien Zutritt in dem Garten zu erlangen, mittelst des-sen, wenn der Zufall seine Leidenschaft wie bisher begünstigte,er hoffte, den Gegenstand seiner Neigung zu sprechen oderwenigstens zu sehen, etwa in einem solchen Thurm, oder Bal-konfenster, oder dergleichen, wie im Gasthaus zur Lilie beiPlessis, oder wie im Dauphiuthurme im Schlöffe selbst. Isa-belle schien immer, wo sie auch wohnen mochte, dazu bestimmt,die Dame vom Thurme zu sein.
Als Durward mit seinem neuen Freunde in den GartenHinabstieg, schien derselbe, ganz wie ein irdischer Weiser, ein-zig mit den Dingen der Erde beschäftigt; während QuentinsAugen, wenn sie auch nicht den Himmel, gleich denen einesAstrologen, suchten, wenigstens an den Fenstern umherschweif-ten, auch an den Balkonen und vorzüglich an den Thürmen,welche an jeder Seite der inner« Fronte des alten Gebäudeshervorragten, um die zu erspähen, die sein Leitstern sein sollte.
So beschäftigt, Hörte der junge Liebende ganz unaufmerk-sam zu, wenn er überhaupt zuhörte, wie sein ehrwürdigerFührer die Pflanzen, Sträucher und Kräuter herzählte; daseine war vorzüglich als Arzneimittel gut; ein anderes spendeteein seltenes Gewürz für die Küche, und ein drittes, das er-lesenste von allen, hatte kein anderes Verdienst, als seine
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