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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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für daö Ohr seiner trefflichen Gevattern, der Herren Nous-lacr und Pavillon, bewahren sollte."

Dieser letzte Wink wirkte wie Zauber auf die beiden Bürger,die die ausgezeichnetsten Häupter der bürgerlichenJnsurgenten wa-ren, und die, wie alle Demagogen ihrer Art, so weit als möglichAlles in ihrercignen Gewalt zuhabcn wünschten. Sie beschlossendaher in der Eile, daß Quentin einstweilen dieStadt verlassen,undbei Nacht gen Lüttich zurückkehrcn sollte, um sich privatim mitihnenin Rouslaers Hause zu besprechen, welches nah an dem nach Schön-wald führenden Thore lag. Quentin zögerte nicht, ihnen zu sagen,daß er jetzt in des Bischoffs Pallast wohne, unter dem Vorwände,ihm Depeschen vom französischen Hofe zu überbringen, obwohl seineigentliches Geschäft, wie sie richtig vermuthet hätten, den Bür-gern Lüttichs gelte; und diese umständliche Weise, Gemeinschaftmit Jemand zu pflegen, so wie der Stand und Rang derPerson, die man als Vermittler der gemuihmaßten Verhand-lungen ansah, stimmte so mit dem Charakter Ludwigs über-ein, daß weder Zweifel noch Befremden dadurch erregt ward.

Fast unmittelbar nach dieser Erklärung kam der Stromder Menge von Pavillons Hause vorbei, welches in einer derHauptstraßen lag, von hinten jedoch mit der Maas, durch ei-nen Garten sowohl, als durch verschiedene Lohgruben und an-dere zu Gerberei gehörige Einrichtungen in Verbindung stand;denn der patriotische Bürger war ein Gerber.

Es war natürlich, daß Pavillon Verlangen trug, dem ver-meinten Gesandten Ludwigs die Ehren seines Hauses zu erweisen,und cinAnhalten vorseinerWohnung erregte aufSeiten derMengekein Befremden; im Gegentheil, sie begrüßte den Herrn Pavillonmit einem lauten Vivat, als er seinen ausgezeichneten Gast hincin-führte. Quentin legte eilig seine ausfallende Kopfbedeckung beiSeite, setzte die Mütze eines Gärtners auf, und warf einen Mantel