Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
139
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Trotz oll seiner Einwendungen, die man für Bescheidenheitauslegte, ward er von allen Seiten durch die Spender der Volks-gunst umringt, der unerwünschten Woge, die ihn jetzt umwogte.Seine zwei rathöhcrrlichen Freunde, die Schöppen oder Spndicider Stadt waren, hatten seine beiden Arme fest in Beschlag genom-men. Nickel Block, Obermeister der Fleischerzunft, der eilig vonseinem Geschäft in den Fleischbänken abgerufen war, schwang vorihm seine tödtliche Art, mit Blut und Mark noch besudelt, und dasmit einem Mutb und einem Anstand, den allein der Branntweineinhauchen konnte. Hinter ihm kam die lange, hagere, dünnkno-chige, sehr trunkene und sehr patriotische Gestalt des Klaus Häm-merlein, Präsident der geheimnißvollen Zunftgenoffen der Eisen-arbcit, welchem wenigstens tausend ungewaschene Künstler dieserKlaffe folgten. Weber, Nagelschmiede, Seiler, Künstler jederArt und jedes Namens, drängten sich vorwärts, um sich der Pro-cesston zu vereinen, aus all den Lüstern und engen Straßen.Entfliehen schien ein verzweifeltes und unmögliches Unternehmen.

In dieser Verlegenheit wendete sich Quentin an Rouslaer, wel-cher seinen einen Arm hielt, und an Pavillon, der sich des andernversichert hatte, und die ihn beide an der Spitze dieses Triumphzu-ges führten, dessen Hauptgegenstand er so unerwartet gewordenwar. Er machte ihnen in der Eile verständlich,daß er, ohne daranzu denken, die Mütze der schottischen Garde aufgesetzt habe, weil diePikclhaube, die er auf der Reise hatte tragen wollen, durch einenZufall beschädigt worden sei; erbedauerte, daß, durch die Schulddieses Umstandes, der scharfe Verstand, wom t die Lütticher seinenStand und die Absicht seines Besuchs daraus errathen hätten, al-les dies öffentlich gemacht habe; und zugleich ließ er merken, daßer, wenn man ihn geradewegs so nach dem Stadthaus führte, sichselbst leider werde genöthigt sehen, den versammelten Herren ge-wisse Dinge mitzutheilen, die er nach der Weisung des Königs bloß