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Die hohen Häuser, die stattlichen, obwohl schmalen und Kü-stern Straßen, die glänzende Ausstellung der reichsten Güter undprächtigsten Rüstungen in den Läden und Niederlagen ringsum,dieStraßen, wo sich die geschäftigen Bürger jedes Standes drängten,hin und wieder gehend mit Gesichtern, welche sorglichen Ernst odergeräuschvolle Regsamkeit ausdrückten; die gewaltigen Wagen,welche die Gegenstände der Ein- und Ausfuhr hin und her führten,die letztere bestehend in Tuch, Serge, Waffen aller Art, Nägelnund Eisenwerk, während die erstere alle Artikel des Nutzens unddes Luxus umfaßte, die theils zum Verbrauch einer reichen Stadt,oder zum weitern Transport bestimmt waren, — alle diese Gegen-stände bildeten ein umfassendes Gemälde des Reichthums, desGeräusches und des Glanzes, welches für Quentin bisher völligfremd gewesen war. Er bewunderte auch die vielen Strömeund Kanäle, die von der Maas ausgingen und sich mit ihrvereinten, die Stadt nach verschiedenen Richtungen durchschnit-ten, und jedem Theile derselben den Handelsverkehr durch ihreWafferpfade erleichterten; auch versäumte er nicht eine Messein der ehrwürdigen alten Kirche St. Lambert zu hören, dieim achten Jahrhundert gestiftet sein soll.
Als Quentin diese Stätte der Gottesverehrung verließ, be-merkte er erst, daß er, der bisher auf alles ringsum mit ungezü-gelter Neugier geschaut hatte, selbst ein Gegenstand der Aufmerk-samkeit für verschiedeneGruppen stattlich aussehcnder Bürger war,welche sich versammelt zu haben schienen, um ihn zu betrachten, alser die Kirche verließ, und unter denen sich ein Gemurmel und Flü-stern erhob, welches sich weiter und weiter verbreitete; indeß nahmdie Zahl der Gaffer mehr und mehr zu, und eines jeden neuen An-kömmlings Blicke richteten sich neugierig auf Quentin, mit einemAusdrucke, welcher große Theilnahme und Neugier, vermischtmit einem gewissen Grade von Hochachtung anzeigte.