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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
131
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Ich würd' es nicht rathen," sagte der Zigeuner;solcheZahlung, von unbedachter Hand geleistet, dürfte die Schuld über,steigen, und einen heillosen Rest auf Eurer Seite lassen, den ich we-der vergäbe, noch vergaste. Und nun lebt wohl, aber nicht auflange ich gehe, um den Damen von Crope Adieu zu sagen "

Du?" sagte Quentin erstauntdu willst bei den Damenvorgelassen werden, und hier, wo sie fast klösterlich unter demSchutze der Schwester des Bischoffs, einer vornehmen Stifts-dame, leben? Es ist unmöglich!"

Aber doch wartet Marthon, um mich zu ihnen zu bringen,"sagte der Zigeuner spöttisch;und ich muß Eure Vergebungerbitten, wenn ich Euch etwas schnell verlasse."

Er wandte sich wie zum Fortgehen, kehrte aber sogleich umund sagte mit bedeutendem und ernstem Nachdruck:ich kenneEure Hoffnungen fie sind kühn, doch nicht eitel, wenn ich sie un-terstütze. Ich kenne Eure Befürchtungen sie sollten Klugheit,nicht Schüchternheit lehren. Jedes Weib kann gewonnen werden.Ein Grafentitel ist nur ein Beiname, der sich für Quentin ebenso gut paffen wird, als der andre Beiname, Herzog, für Karlpaßt, oder der eines Königs für Ludwig."

Ehe noch Durward antworten konnte, hatte der Zigeuner dieHalle schon verlassen. Quentin folgte augenblicklich; doch, besserals der Schotte mit den Gängen des Hauses bekannt, hatteHapraddin einen Vorsprung, den er benutzte; der Verfolgerverlor ihn aus dem Gesichte, als er eine schmale Hintertreppehinabsticg. Noch folgte Durward, obwohl ohne sich genau be-wußt zu sein, warum er es that- Die Treppe endete mit ei-ner Thür, die sich in den Gang eines Gartens öffnete, wo erden Zigeuner wieder einen gekrümmten Pfad hineilen sah.

Bon zwei Seiten war der Garten von den Gebäuden desSchlosses umgeben eines hohen alten Baues, zumTheil sestung-