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es ein Zaubermittel, Euch zur Bildsäule zu machen, und hätteseinen'Zweck schon halb erreicht."
„Wohlan, was begehrst du? Sprich, sag' an!"
»3ch begehre, was alle Menschen begehren, obwohl wenigesich damit begnügen," sagte Hapraddin, „ich begehre meinenLohn; meine zehn Goldkronen dafür, daß ich die Damen hie-her geführt habe."
„Mit welcher Frechheit wagst du »och einen größeren Lohnals die Schonung deines Lebens zu verlangen?" sagte Dur-ward zornig; „du weißt, daß cs deine Absicht war, sie auf derStraße zu vcrrathen."
„Aber ich habe sie nicht verrathen," sagte Hapraddin;„hätt' ich'S gcthan, so würd' ich von Euch oder ihnen keinenLohn verlangt haben, sondern von dem, dem es zu Gute kam,daß sie sich am rechten Ufer des Flusses hielten. Die Partei,der ich diente, ist die Partei, die mich bezahlen muß."
„So fahre dein Lohn mit dir zur Hölle, Verräthcr!" sagteQuentin, das Geld auszählend. „Geh' zum wilden Eber derArdennen, oder zum Teufel! aber komme mir dann nicht wie-der vor die Augen, sonst sende ich dich vor der Zeit zu jenem."
„Der Eber der Ardennen!" wiederholte der Zigeuner, mitgrößerem Staunen, als seine Züge sonst auszudrückeu pflegten;es war also keine leere Ahnung — kein allgemeiner Argwohn —der Euch auf dem Wechsel der Straße bestehen ließ ? — Ist das mög-lich — sind wirklich in andern Landen die Wahrsagcrkünste sicherer,als bei unfern wandernden Stämmen? Der Wcidenbaum, unterdem wir sprachen, konnte nichts wiedercrzählen. Doch, nein —nein, nein — Thor, der ich war! ich hab's, ich hab's! — dieWeide am Bach war nah am Klostdr — ich sah Euch darauf Hin-blicken, als wir vorbeizogen, eine-albe Meile von jenem Drohnen-ncste — diese Weioe konnte allerdings nicht reden, aber wohl Je-
Qucntin Durward. II. S