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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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ren er so viele während der allzu interessanten Reise aufge-baut hatte. Er machte eine männliche, wiewohl Anfangs ver-gebliche Anstrengung, sich dieser Niedergeschlagenheit zu erle-digen; und indem er so den Gefühlen, die er nicht unter-drücken konnte, nachhing, setzte er sich in eine der Fenstcrver-tiefungen der großen gothischen Halle von Schönwald undsann dort seinem harten Geschick nach, welches ihm nicht Rangund Neichthum genug verliehen hatte, um seinen kühnen Planzu verfolgen.

Quentin suchte seinen lastenden Trübsinn dadurch zu ver-treiben, das; er Charlet, tinen der beiden Diener, mit Briefenan den Hof Ludwigs abfertigte, worin er die glückliche An-kunft der Damen von Croye zu Lüttich ankündigte. Endlichkehrte seine natürliche Gemüthsheiterkeit zurück, und zwarerweckt durch den Titel eines alten Romans, welcher eben zuStraßburg im Druck erschienen war und der ihm zur Seite imFenster lag. Dieser Titel lautete:

Wie einst der Knappe vvn nieder,» StandZ» UngarkvnigS Tochter Lieb' empfand.

Während Quentin den Anfang dieser Geschichte durchlief,die mit seiner eignen Lage so sehr übereinstimmte, ward erdurch eine Berührung seiner Schulter unterbrochen, und alser aufblickte, gewahrte er den Zigeuner neben sich.

Hayraddin, niemals ein willkommener Anblick, war ihmwegen seiner letzten Verrätherei verhaßt, und Quentin fragteihn ernst, warum er sich die Freiheit nehme, einen Christenund Edelmann anzurühren?

Bloß darum," antwortete der Zigeuner,weil ich zu wissenwünschte, ob der christliche Edelmann ebenso sein Gefühl, wie seinGesicht und Gehör verloren habe. Ich spreche schon seit fünfMinu-ten zu Euch, aber Ihr starrt nur auf Euer gelbes Papier, als war'