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nicht bestimmen, etwas wider Eure eigne Neigung zu verfügen.Euer Gesuch, Euch in einKlosterzu senden, können wir nicht erfül-len; denn ach! so groß ist der Einfluß der Belialskindcr unter Lüt-tichs Bewohnern, daß wir kein Asil kennen, wohin unser Ansehnsich erstreckte, außer den Gränzen unsers eigenen Schlosses unddem Schutze unsers Kriegsvolks. Hier aber seid Ihr höchlich will-kommen, und Euer Gefolge soll ehrenvoll unterhalten werden;vorzüglich dieser junge Mann, denJhr unsererHuld so ausdrück-lichempfehlt, und dcmwir insbesondere unsern Segen ertheilen."
Quentin kniete, wie sich geziemte, nieder, um den bischöf-lichen Segen zu empfangen.
„Was Euch selbst betrifft," fuhr der gute Prälat fort, „sosollt Ihr hier bei meiner Schwester Isabelle wohnen, einerStiftsdame von Trier, und bei ihr könnt Ihr Euch in allenEhren aufhalten, selbst unter dem Dach eines so fröhlichenJunggesellen, wie der Bischof von Lüttich."
Höflich geleitete er die Damen nach den Gemächern seinerSchwester, nachdem er seine Bcwillkommnungsrede geendigthatte; und sein Haushofmeister, ein Beamter, der, im Rangeeines Diakonus, die Mitte zwischen weltlichem und geistlichemCharakter hielt, bewirthete Quentin mit der von seinem Herrnanbefohlenen Gastfreundschaft, während die übrigen Personendes Gefolges der Damen von Crope der Sorge der unternDienerschaft anvertraut wurden.
Bei diesen Einrichtungen konnte Quentin nicht umhin zubemerken, daß die Gegenwart des Zigeuners, so verachtet undgehaßt sie in den Klöstern auf dem Lande war, in dem Haus-halt dieses reichen, und vielleicht könnten wir sagen weltlichen,Prälaten, weder Anstoß noch überhaupt Anlaß zu einer Be-merkung zu geben schien.