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6 (1851) Quentin Durward
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des Herzogs erste Gemahlin des Bischofs Schwester gewesenwar,) und daß Jeder, der den Ludwig von Bourbon beleidige,es mit Karl von Burgund zu thun habe: eine Drohung,welche in Betracht des Charakters und der Macht des Fürsten,der sie aussprach, jeden Andern in Furcht gesetzt haben würde,nur die reichen und unzufriedenen Bürger Lüttichs nicht, woder viele Reichthum, nach dem alten Sprichworte, den Ver-stand erdrückte-

Der Prälat versicherte, wie wir gesagt haben, den Damenvon Crope, daß er sich, so weit es sein Einfluß am Hofe vonBurgund nur immer gestatten möge, für sie verwenden werde,und daß er hoffe, seine Verwendung werde um so wirksamersein, da Campobafso, nach einigen neuern Entdeckungen, indes Herzogs persönlicher Gunst tiefer als früher stände. Erversprach ihnen überdies so viel Schutz, als immer in seinerMacht sein werde; aber der Seufzer, mit welchem er diesVersprechen gab, schien zu gestehn, daß seine Macht weit pre-kärer sei, als er es in Worten bekennen möge.

Auf alle Fälle, meine theuersten Töchter," sagte der Bi-schof mit einer Miene, worin sich, wie in seinem ersten Gruße,geistliche Salbung mit der erblichen Galanterie des HausesBourbon mischte,soll der Himmel verhüten, daß ich das Lammdem gottlosen Wolf überließe, oder edle Damen der Unter-drückung der Schlechten. Ich bin ein Mann des Friedens,obwohl mein Haus jetzt von Waffen erklingt; doch seid ver-sichert, ich werde für Eure Sicherheit wie für meine eignesorgen; und sollten sich die Dinge hier verwickelter gestalten,wiewohl sich, mit unserer Frauen Gnade, hoffentlich Alles eherberuhigen, als entflammen wird, so wollen wir Euch sicheresGeleit nach Deutschland verschaffen; denn auch selbst der Willeunsers Bruders und Beschützers, Karls von Burgund, soll uns