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6 (1851) Quentin Durward
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Nicht auf die Weise, auf welche ich Euch eben das Eurigeweissagte," antwortete Hayraddin;aber cs erfordert wenigKenntniß Ludwigs von Valois, um zu prophezeien, dass erEuren Wegweiser hängen wird, weil Euer Wille war, vonder Straße, die er vorschrieb, abzuweichcn."

Wird mit Sicherheit die Absicht der Reise erreicht undihr glückliches Ende versichert," sagte Quentin,so muß diesVerzeihung bringen für eine Abweichung von der genauen Li-nie der Reiseroute."

Ja," erwiderte der Zineuner,wenn Ihr gewiß seid, daßder König daffelbige Ende der Pilgerschaft, welches er Euchvertraute, im Auge hat."

Und welches andere Ende könnte er möglicherweise imSinne haben? oder woher könntet Ihr vermuthen, daß er ir-gend einen Plan in Gedanken hat, der abweicht von dem, denseine Weisung angab?" so forschte Quentin.

»Ich sage nur," erwiderte der Zigeuner, daß diejenigen,die den allerchristlichsten König nur einigermaßen kennen, wohlwissen, daß die Absicht, woran ihm am meisten liegt, stets dieist, welche er am wenigsten gern kund thut. Laßt unfern gnä-digsten Ludwig zwölf Gesandtschaften absenden, und ich willdem Galgen meinen Hals ein Jahr vor der Zeit geben, wennelf von ihnen nicht einen andern Grund haben, als mit derFeder im Beglaubigungsschreiben ausgezeichnet ist."

Mich kümmert dein schlechter Argwohn nicht," antworteteQuentin;meine Pflicht ist mir klar und bestimmt übertragen ich soll diese Damen sicher nach Lüttich geleiten; und ichnehme es auf mich, wenn ich diesen Zweck dadurch am Bestenzu erreichen meine, daß ich unsre vorgeschriebene Route ver-ändere und mich an der linken Seite des Maasstroms halte.Es ist überdies gerade der Weg nack> Lüttich. Gehen wir über