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Heirath, wobei der Betheiligte unter die Reichen und Vorneh-men durch den Einfluß glücklicher Liebe erhoben werden soll."
„Solche Verheißungen gebt Ihr Allen, die Euch um Ralhfragen," sagte Quentin; „das gehört zu Eurer Kunst."
„Was ich Euch sage, ist so gewiß," sagte Hayraddin, „als daßIhr in kurzer Zeit von großer Gefahr bedroht sein werdet; dicser-seh' ich andieser schönen blutrothen Linie, welche die Tafellinie querdurchschneidet und Schwerthiebe bedeutet, oder sonstige Gcwalt-that, von der Euch nur dieHilfe eines treuen Freundes retten wird.
„Du selber, ha?" sagte Quentin, etwas unwillig, daß derChiromantist so mit seiner Leichtgläubigkeit spielen, und seineneignen Ruhm darauf gründen wollte, daß er die Folgen seinereignen Verrätherei voraussagte.
„Meine Kunst," sagte der Zigeuner, „sagt mir nichts, wasmich selber betrifft."
„Dann übertreffen in dem Punkte die Seher meiner Hei-math Eure gerühmte Kenntniß," sagte Quentin; „denn ihreKunst lehrt sie auch die Gefahren, die ihnen selber drohen.Ich verließ meine Berge nicht, ohne etwas vom doppelten Ge-sicht, womit ihre Bewohner begabt sind, gelernt zu haben, undich will dir eine Probe davon geben, als Lohn für dein Probe-stück der Handwahrsagerkunst. Hayraddin, die Gefahr, welchemir droht, liegt am rechten Ufer des Flusses — ich will sievermeiden, indem ich am linken Ufer nach Lüttich reise."
Der Wegweiser hörte mit einer Apathie zu, die Quentin,der die Umstände, worin sich Maugrabin befand, kannte, nichtbegreifen konnte. „Wenn Ihr Euren Vorsatz auSführt," wardes Zigeuners Antwort, „dann wird die gefährliche Krisisvon Eurem Schicksal auf das meine übergehn "
„Ich dächte," sagte Quentin, „Ihr hättet eben erst geäußert,daß Ihr Euer eignes Geschick nicht vorher ahnen könntet?"