Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
119
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mit seiner eignen Waffe schlagen können. Ehrlicher Hap-raddin," sagte er.du hast zehn Tage mit uns die Reise ge-macht und hast uns noch keine einzige Probe von deinem Ge-schick im Wahrsagen gegeben; und doch seid Ihr Eurer Kunstso ergeben, daß Ihr Eure Gaben in jedem Kloster, wo wiranhaltcn, darlegen müßt, auf die Gefahr mit einem Nacht-quartier im Heuschuppcn dafür zahlen zu müssen."

Ihr habt noch nie eine Probe meiner Geschicklichkeit vonmir verlangt," sagte der Zigeuner.Ihr seid, wie alle klebri-gen in der Welt, die sich begnügen, über die Geheimnisse zulachen, die sie nicht verstehen."

Gib mir demnach jetzt einen Beweis deiner Kunst," sagteQuentin; und', die Hand entblößend, reichte er sie dem Zi-geuner hin.

Hapraddin betrachtete sorgfältig alle die Linien, die einan-der in des Schotten flacher Hand kreuzten, und berücksichtigte,mit eben so gewissenhafter Sorgfalt, die kleinen Erhöhungenoder Anschwellungen an den Wurzeln der Finger, von denenman glaubte, daß sie so genau mit dem Charakter, den Ge-wohnheiten und Schicksalen des Individuums zusammenhingen,als man es von den Gehirnvrganen in unfern Tagen behauptet.

Hier ist eine Hand," sagte Hapraddin,die von erduldetenMühseligkeiten und bestandenen Gefahren redet. Ich lese in ihreine frühe Bekanntschaft mit dem Schwcrtgriff; und gleichwohlauch einige Bekanntschaft mit den Spangen des Meßbuchs."

Was mein vergangenes Leben betrifft, könnt Ihr irgendwogehört haben," sagte Quentin.Sagt mir etwas von demzukünftigen."

Diese Linie, vom Venusberg entspringend," sagte der Zi-geuner,die nicht abgebrochen, sondern der Lebenslinie folgtund sie begleitet, verspricht ein sicheres und großes Glück durch