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6 (1851) Quentin Durward
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für Eure Sicherheit besorgt. Hab' ich Eure Erlaubniß so weitvon Eurer Reiseroute abzuweichen?"

Meine vollkommene und unbedingte Erlaubniß," antwor-tete die jüngere Dame.

Nichte," sagte die Dame Hameline,ich glaube mit Euch,daß es dieser Jüngling gut mit uns meint; doch bedenktEuch wir überschreiten die Vorschriften König Ludwigs, dieer bestimmt und wiederholt gab."

Und warum sollten wir seine Vorschriften achten?" sagteDame Isabelle.Ich bin, dem Himmel sei Dank, sein Un-terthan nicht; und als ich Bittstellerin war, hat er das Ver-trauen, welches er mir einzuflößen wußte, gemißbraucht. Ichmöchte diesen jungen Herrn nicht beleidigen, indem ich seinWort auch nur einen Augenblick gegen die Vorschriften jenesschlauen und selbstischen Despoten auf die Wagschale legte."

Nun, mag Gott Euch für dieses Wort segnen, Dame,"sagte Quentin erfreut;und wenn ich das Vertrauen, wases ausspricht nicht verdiene, so wäre, in diesem Leben mitwilden Pferden zerrissen zu werden, und im künftigen ewigeQualen zu erdulden, noch viel zu gut für mein Verbrechen."

Mit diesen Worten spornte er sein Roß, und eilte zu demZigeuner. Dieser Ehrenmann schien von vorzüglich duldsamen,wo nicht versöhnlichem Charakter. Beleidung oder Drohungbewahrte sein Gedächtniß nie, oder schien sie wenigstens nichtzu bewahren, und er ging in das Gespräch, welches Quentinjetzt begann, ein, ganz als ob im Laufe des Morgens keinunfreundliches Wörtchen gewechselt worden wäre.

Der Hund," dachte der Schotte,bellt jetzt nicht, weil erbeabsichtigt, mit mir auf einmal und für immer fertig zu wer-den, wenn er mich einmal bei der Kehle packen kann; aberwir wollen noch einmal versuchen, ob wir einen Verräther