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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
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kische Plan bereitete. Besorgt, auf seiner Rückkehr zum Klosterauf Hapraddin stoßen zu können, machte er einen langen Um-weg, wobei er einen rauhen beschwerlichen Boden überschrei-ten mußte, und dies setzte ihn in Stand, auf einer andernStelle sein Asyl zu erreichen, als derjenigen, wo er es verlassen.Unterwegs ging er ernstlich mit sich zu Rathe, was am sicher-sten zu thun sein möge. Er hatte den Entschluß gefaßt, als erHapraddin's Verrätherei vernahm, diesen zu tödten, sobald dieUnterredung vorüber und seine Gefährten weit genug entferntwären; doch als er den Zigeuner so viel Theilnahme für seineignes Leben aussprechen hörte, so dünkte es ihm undankbar,die Strafe, die sein Verrath verdiente, in aller Strenge anihm zu vollstrecken. Er beschloß daher, sein Leben zu schonenund, womöglich, sogar seine Wegweiserdicnste noch ferner zu be-nutzen, wiewohl unter solchen Vorsichtsmaßregeln, welche dieSicherheit der theuren Schutzbefohlenen, deren Erhaltung ersein eignes Leben im Innern geweiht hatte, erforderte.

Aber wohin sollte er sie führen die Gräfinnen von Croyekonnten weder in Burgund Schutz finden, von wo sic geflohenwaren, noch in Frankreich, von wo sie gewissermaßen vertrie-ben waren. Die Gewaltthäligkeit des Herzogs Karl in demeinen Lande war kaum mehr zu fürchten, als die kalte undtprannische Politik des König Ludwig in dem andern. Nachtiefem Nachdenken vermochte Durward keinen bessern und zu-verläßigeru Entschluß für ihre Sicherheit zu fassen, als den,daß sie den Hinterhalt vermieden, indem sie die Straße genLüttich am linken Ufer der Maas wählten und sich, wie dieDamen ursprünglich Willens waren, unter den Schutz des Bi-schofs begäben. Des Prälaten Wille, sie zu schützen, konntenicht bezweifelt werden, und wenn er durch die Schaar bur-gundischer Krieger verstärkt war, so hatte er gewiß auch die