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6 (1851) Quentin Durward
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tcrlegcn waren, und wirklich, obwohl der Sakristan starkgenug gewesen war, ihren Einwirkungen zu widerstehen, sosahen sie doch an seinem erhitzten Gesicht und an seiner schwe-ren Zunge, daß selbst er, der Ankläger, einigermaßen von die-sem unheiligen Getränk angegriffen war. Ueberdies hatte derZigeuner auch Lieder voll weltlicher Eitelkeit und unreiner Lustgesungen; er hatte den Strick des heiligen Franz verspottet,Scherz mit seinen Wundern getrieben und seine GeweihetenNarren und müßige Schelme genannt. Endlich hatte er Wahr-sagerei geübt, und hatte dem jungen Pater Cherubin prophe-zeit, er werde von einer schönen Dame geliebt, die ihn zumVater eines hübschen Jungen machen werde.

Der Vater Prior hörte diese Klagen eine Zeitlang schwei-gend an, als wär' er von stummem Abscheu durch ihre unge-heure Schändlichkeit befallen. Als der Sakristan geendet hatte,stand er auf, ging iw den Klosterhof hinab und befahl denLaienbrüdern, bei Strafe der ärgsten Folgen geistlichen Unge-horsams, mit ihren Besenstielen und Karrenpeitschen Hayraddinaus den heiligen Mauern zu prügeln-

Dies Urtheil ward in Quentin Durward's Gegenwart voll-zogen, der, wie ärgerlich ihm der Vorfall auch war, doch leichteinsah, seine Vermittelung würde nichts fruchten.

Die über den Verbrecher verhängte Strafe war, trotz derErmahnungen des Superiors, mehr spaßhaft als furchtbar.Der Zigeuner rannte hin und her über den Hof, unter demLärm der Stimmen und dem Geräusch der Hiebe, von denenihn manche nicht trafen, weil man absichtlich fehlschlug; an-dere, die seiner Person gewissenhaft zugedacht waren, ver-spottete seine Behendigkeit; und die wenigen, die ihm aufRücken und Schultern fielen, nahm er ohne Klage oder Er-widerung hin. Der Lärm oder Tumult ward um so größer,