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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
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Hauses von Burgund; auch hat er geistliches Ansehn als einPrälat, und er unterstützt beides mit guten Kriegern undWchrmanncn- Dieser Wilhelm von der Mark war in seinemHaushalt auscrzogen und ihm durch viele Wohlthaten verpflich-tet. Aber er gab, selbst am Hofe des Bischofs, seiner trotzigenund blutdürstigen Sinnesart Raum, und ward wegen eines Todt-schlags, den er an einem von des Bischofs obern Hausbcamten ver-übte, von dort verwiesen. Seitdem, da er aus des guten Präla-ten Nähe verbannt war, ist er sein beständiger und unversönlicherFeind gewesen; und jetzt, zu meinem Kummer muß ich eS sagen,hat er seine Lenden gegürtet und den Arm gegen ihn erhoben."

Also haltet Ihr die Lage des würdigen Prälaten für ge-fährlich?" sagte Quentin mit Bcsorgniß.

Ach, mein Sohn," sagte der gute Franziskaner,wer oderwas lebt in diesem Jammcrthal, den wir nicht als in Gefahrbetrachten könnten? Aber der Himmel behüte, daß ich von demhochwürdigen Prälaten rede» sollte, als von einem dessen Ge-fahr dringend ist. Er hat viel Geldmittel, treue Räthe undbrave Soldaten; und überdies berichtete ein Bote, der gesternhier vorbei gen Osten zog, daß der Herzog von Burgund, aufdes Bischofs Ersuchen, diesem hundert Krieger zur Unterstützunggegeben habe. Diese Verstärkung, zusammengenommen mit demGefolge, welches zu jeder Lanze gehört, reicht hin, es mit Wilhelmvon der Mark aufzunehmen, dessen Name verflucht sei! Amen."

Bei diesem Punkte ward ihre Unterhaltung durch den Sakri-stan unterbrochen, der, mit einer vor Zorn fast unverständli-chen Stimme, den Zigeuner beschuldigte, die abscheulichstenKünste der Betrügerei gegen die jüngern Brüder geübt zu ha-haben. Ec hatte beim Abendessen in ihre Becher heftig be-rauschende Ingredienzen gemischt, zehnfach so stark als derstärkste Wein, deren Wirkung verschiedene der Brüderschaft un-