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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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Wohin mich der Zufall eben führt," erwiderte der Zigeu-ner;ich habe keine Heimath."

Wie bewahrst Du Dein Eigenthum?"

Außer den Kleidern, die ich trage, und dem Pferd, dasich reite, habe ich kein Eigenthum."

Aber Du kleidest Dich hübsch und reitest stattlich," sagteDurward-Welche Mittel hast Du zu Deinem Unterhalt?"

Ich esse, wenn ich hungrig bin, trinke, wenn ich durstigbin, und habe keine andern Mittel des Unterhalts, als diemir der Zufall in den Weg legt," erwiderte der Vagabund-

Unter wessen Gesetzen lebst Du?"

»Ich gehorche Niemand, außer wenn es mir gefällt, oderdie Nothwcndigkeit es verlangt," sagte der Zigeuner.

Wer ist Euer Führer, der Euch befiehlt?"

Der Vater unscrs Stammes wenn ich Lust habe, ihmzu gehorchen," sagte der Wegweiseraußerdem Hab' ichkeinen Befehlshaber."

Ihr seid also," sagte der staunende Frager,Alles dessenberaubt, was andere Menschen bindet Ihr habt kein Ge-setz, kein Oberhaupt, keine sichern Unterhaltsmittel, keinHauS und keine Heimat-. Ihr habt, der Himmel erbarme sichEurer, kein Vaterland und, mag Euch der Himmel erleuch-ten und vergeben, Ihr habt keinen Gott! Was bleibt Euchnoch übrig, die Ihr der Negierung, des häuslichen Glücks undder Religion beraubt seid?"

Ich habe Freiheit" sagte der Zigeunerich beugemich Niemand gehorche Niemand achte Niemand.Zch lebe wo ich willlebe wie ich kann und sterbe, wennmein Tag kommt "

Aber Du tust einer augenblicklichen Hinrichtung unterwor-fen, wen» es dem Richter gefällt?"

Quentin Durward. II. tz