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und schnell seine eigentliche Position auf dem Pferde einnahm:„Mich dünkt, Freund, Ihr werdet, nur ein blinder Wegweisersein, wenn Ihr mehr auf den Schweif Eures Pferdes, alsauf seine Ohren seht-"
„Und war' ich wirklich blind," antwortete der Zigeuner, „sokönnt' ich dennoch Wegweiser durch jede Gegend dieses Kö-nigreichs Frankreich und durch die angränzenden Länder sein."
„Doch Ihr seid kein geborncr Franzose," sagte dcrSchotte.
„Jch bin's nicht," antwortete der Wegweiser.
„Was für ein Landsmann seid Ihr dann?" fragte Quentin.
„Ich bin aus keinem Lande," antwortete der Wegweiser.
„Wie! Aus keinem Lande?" widerholte der Schotte.
„Nein," antwortete der Zigeuner, „aus keinem. Ich binein Zigeuner, ein Acgppter, oder wie sonst immer die Euro-päer in ihren verschiedenen Sprachen unser Volk nennen mö-gen; aber ich habe kein Vaterland."
„Bist du ein Christ?" fragte der Schotte.
Der Zigeuner schüttelte das Haupt.
„Hund!" sagte Quentin (denn in jenen Tagen gab es wenigToleranz im Geiste des Katholicismus,) „betest du Mahomed an ?"
„Nein," war die unzweideutige und entschiedene Antwortdes Wegweisers, der über des jungen Mannes heftiges Be-nehmen weder erstaunt noch beleidigt schien.
„Also bist du ein Heide, oder was sonst?"
„Ich habe keine Religion," antwortete der Zigeuner.
Durward fuhr zurück; denn obgleich er von Sarazenenund Götzendienern gehört hatte, so war es ihm doch nie inden Sinn gekommen, daß es eine Menschenklaffe geben könne,die keine Weise der Gottcsverehrung besitze. Er erholte sichvon seinem Staunen, um seinen Führer zu fragen, wo er sichgewöhnlich aufhalte.