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„Mag sein," erwiderte der Zigeuner; „so sterb' ich dannum so eher."
„Auch der Einkerkerung," sagte der Schotte; „und wo istdann Deine gerühmte Freiheit?"
„In meinen Gedanken," sagte der Zigeuner, „die Kettennicht fesseln können; während die Eurigen, selbst wenn EureGlieder frei sind, gefesselt bleiben durch Eure Gesetze undEuren Aberglauben, Eure Träume von örtlicher Anhänglich-keit und Eure phantastischen Vorstellungen von bürgerlicherPolitik. Solche, wie ich, sind frei im Geiste, mögen unsreGlieder auch in Ketten sein — Ihr seid gefangen im Geiste,selbst wenn Eure Glieder völlig frei sind."
„Doch die Freiheit Eurer Gedanken," sagte der Schotte,„erleichtert die drückenden Fesseln Eurer Glieder nicht."
„Für eine kurze Zeit sind sie zu ertragen," antwortete derLandstreicher; „und kann ich mich während dieser Zeit nichtbefreien, und bleibt die Hilfe meiner Kameraden aus, sokann ich stets sterben, und der Tod ist die vollkommenste Frei-heit."
Es entstand für eine Weile tiefe Stille, bis Durward end-lich wieder zu fragen begann.
„Ihr seid ein wanderndes Geschlecht, den Nationen Euro-pas unbekannt — Woher leitet Ihr Euren Ursprung?"
„Das kann ich Euch nicht sagen," antwortete der Zigeuner.
„Wann werdet Ihr dies Königreich von Eurer Gegenwartbefreien, und nach dem Lande kehren, woher Ihr gekommenseid?" sagte der Schotte.
„Wenn die Tage unsrer Pilgerschaft vollendet sein wer-den," erwiderte der landstreichende Wegweiser.
„Seid Ihr nicht von jenen Stämmen Israels entsprossen,tie über den großen Euphratstrom in die Gefangenschaft ge-