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wenig Interesse an der Schilderung dieser glänzenden Scene,so wie an den Wappenschildern der verschiedenen flämischenund deutschen Ritter fand, welche die Dame mit erbarmen-loser Genauigkeit beschrieb, so begann er die Besorgniß zuäußern, er möchte an dem Orte vorüber sein, wo der Weg-weiser zu ihm stoßen sollte — ein ernstliches Mißgeschick, wor-aus, sollte es wirklich statt gefunden haben, sich die schlimm-sten Folgen entwickeln konnten.
Während er überlegte, ob es gcrathen sein möchte, einenseiner Gefährten zurückzusenden, um Gewißheit zu erlangen,hörte er den Schall eines Horns, und als er nach der Rich-tung schaute, von wo der Klang kam, sah er einen Reiterschnell heransprengen. Der niedrige Bau, so wie das wilde""gezähmte Ansehn des Thieres erinnerte Quentin an die Ge-birgsrasse der Pferde seiner eignen Heimath; aber dieses warfeiner von Gliedern, und, bei demselben Anschein der Dauer-haftigkeit, rascher in seinen Bewegungen. Der Kopf besonders,der bei den schottischen Kleppern oft plump und schwerfälligist, war klein und in gutem Verhältnisse zum Halse des Thie-res, mit dünnen Kinnbacken, großen lebhaften Augen undweiten Nasenlöchern.
Der Reiter war in seinem Aeußern noch eigenthümlicher,als das Thier, welches er ritt, obwohl dies von den franzö-sischen Pferden ganz verschieden war. Er regierte sein Thiermit großer Geschicklichkeit, ruhte mit dem Fuß aber in breiten,fast schaufclförmigen Steigbügeln, deren Riemen so kurz wa-ren, daß seine Kniee mit dem Sattelknopf fast in gleicher Höhewaren. Seine Kleidung bestand in einem kleinen rothen Tur-ban, geschmückt mit einer schmutzigen Feder, die durch einesilberne Schnalle befestigt war; ferner in einem Leibrock, des-sen Form denen der Estradiotcn glich, (einer Truppengattung,