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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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band Eurer Wunde gegeben; ich will Euch eines als Dankfür Eure Tapferkeit geben, und zugleich um Euch zu ferneremritterlichen Betragen aufzumuntern."

So sagend gab sie ihm ein blaues, reich in Silber gestick-tes Tuch, und indem sie auf die Decke ihres Zelters und aufdie Federn ihres Reitbaretts deutete, machte sie ihm bemerk-lich, daß die Farben die nämlichen wären.

Die Mode der Zeit schrieb eine bestimmte Weise vor, wieman eine solche Gunst anzunehmen habe, und dem kam Quen-tin alsbald nach, indem er das Tuch um den Arm band; aberseine Anerkennung des Geschenks hatte mehr Linkisches undweniger von Galanterie, als es vielleicht zu anderer Zeitund in anderer Gesellschaft der Fall gewesen wäre; denn ob-wohl das freundliche Geschenk einer Dame, auf solche Weisegegeben, nur als ein Kompliment im Allgemeinen galt, sohätte er doch lieber das Recht in Anspruch genommen, jenesTuch um seinen Arm zu winden, womit die durch DunoiSSchwert empfangene Wunde verbunden war.

Indessen setzten sie ihren Zug fort, und Quentin ritt zurSeite der Damen, in deren Gesellschaft er stillschweigend aus-genommen zu sein schien. Er sprach jedoch nicht viel, indemihn das stille Bewußtsein eines Glückes erfüllte, welches sichscheut, seine Gefühle zu verrathen. Die Gräfin Isabelle sprachnoch weniger, so daß die Unterhaltung hauptsächlich von DameHameline geführt wurde, die keine Neigung zeigte, sie aufhö-ren zu lassen; denn um den jungen Bogenschützen, wie siesagte, in die Grundsätze und die Uebung der Chevalerie ein-zuweihen, erzählte sie ihm einzeln und der Länge nach denHergang des Kampfspiels zu Haflinghem, wo sie die Preiseunter die Sieger vertheilt hatte.

Da, wie ich zu meinem Leidwesen sagen müß, Quentin