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Verständniß vollkommen zu machen, das es durch viele kleineund scheinbar zufällige Umstände zwischen zwei Personen ge-stiftet hatte, die, obwohl weit verschieden an Rang und Ver-mögen, sich doch an Jugend, Schönheit und der romantischenZärtlichkeit eines gefühlvollen Gemüths glichen. Es war daherkein Wunder, daß von diesem Augenblick an die Gedanken andie Gräfin Isabelle, die seiner Phantasie bereits so vertraut waren,Quentins ganze Seele erfüllten, und daß auch die Gefühleder Jungfrau, obwohl minder entschiedener Art, wenigstensso weit sie sich derselben bewußt war, für ihren jungen Ver-theidiger, dem sie eben einen so interessanten Dienst erwiesenhatte, weit lebhafter waren, als für irgend einen der ganzenSchaar hochgeborner Edelleute, die sie seit zwei Jahren mitihren Huldigungen belagert hatten- Vor Allem aber mußte,wenn sie an Campobafso dachte, den unwürdigen Günstlingdes Herzogs Karl, mit seinem heuchlerischen Wesen, seinerschlechten, verräthcrischen Gesinnung, seinem schiefen Halsund schielenden Blicke, vor allem, wenn sie an diesen dachte,mußte ihr sein Bild häßlicher denn je erscheinen, und sie faßteden festen Entschluß, daß keine Tyrannei sie zu so einem ver-haßten BLndniß bewegen solle.
Unterdessen, sei es nun daß die gute Gräfin Hameline männ-liche Schönheit so gut zu bewundern verstand, als zur Zeit,da sie fünfzehn Jahre jünger war, (denn die gute Gräfinzählte wenigstens fünf und dreißig, wenn anders die Geschlechts-register des edlen Hauses von Croye die Wahrheit reden), odersei es, daß sie glaubte, sie habe ihrem jungen Vertheidigerauf die Art, wie sie Anfangs seinen Dienst betrachtete, nichtgehörige Gerechtigkeit widerfahren lassen, genug, er begannunterdessen auch vor ihren Augen Gnade zu finden.
»Meine Nichte," sagte sie, »hat Euch ein Tuch zum Ver-